Jack Lemmon

Man­che mögen’s heiß gehört seit mei­ner Jugend zu mei­nen Lieb­lings­fil­men, die ich mir regel­mä­ßig mit mei­nen Schwes­tern ange­se­hen habe. Ein Fami­li­en­film.

Ich habe den Film erst vor Kur­zem im Ori­gi­nal gese­hen und gemerkt, wie bril­lant Jack Lem­mon ist, blitz­schnell und leben­dig.

Gera­de die schnel­len Komö­di­en funk­tio­nie­ren im Ori­gi­nal bes­ser als syn­chro­ni­siert, auch wenn ich manch­mal weni­ger ver­ste­he, Spiel und Stim­me pas­sen ein­fach bes­ser zusam­men, auch wenn Georg Tho­m­al­la einen wirk­lich guten Job macht.

Zu Weih­nach­ten schen­ke ich mei­ner Schwes­ter die Jack Lem­mon-Fil­me, die er mit Bil­ly Wil­der gedreht hat. Ich selbst habe sie gar nicht oder mit hal­bem Auge gese­hen oder kann mich kaum noch an sie erin­nern. Der ers­te war Avan­ti Avan­ti, den ich schon fan­tas­tisch fand, aber Das Apart­ment ist ein­fach ein Meis­ter­werk. Und einer der Grün­de ist Jack Lem­mons Spiel.

Das Apartment

Auf die Qua­li­tät des Schau­spiel der Schau­spie­ler aus die­ser Zeit wur­de ich durch das Buch The Art of Grace auf­merk­sam. Die ele­gan­te, schnel­le Art der Kör­per­hal­tung und ‑bewe­gung, die Ges­tik und Mimik, prä­zi­se und sub­til – das mach­te gutes Schau­spiel in die­ser Zeit aus. Und das Gan­ze eben nicht clow­nesk oder steif, son­dern läs­sig und bei­na­he schon tän­ze­risch.

Jack Lem­mon ist mir nie beson­ders auf­ge­fal­len. Sicher habe ich einen ande­ren Blick für so etwas bekom­men. Um so begeis­ter­ter bin ich jetzt als hät­te ich den Schau­spie­ler gera­de erst ent­deckt.

Die Schluss­sze­ne in Rob Rei­ners When Har­ry met Sal­ly ist eine offen­sicht­li­che Remi­nis­zenz an die Schlus­sze­ne in Das Apart­ment. Eine klei­ne Ver­beu­gung vor dem Vor­bild. Und Jack Lem­mons tän­ze­ri­sche Prä­zi­si­on wäre für mich Vor­bild für eine roman­ti­schen Komö­die. Jack Lem­mon war jeden­falls Vor­bild für Kevin Spacey in Ame­ri­can Beau­ty.

Jack Lem­mon hat zum Glück ein umfang­rei­che Fil­mo­gra­fie, so dass es noch eini­ges für mich zu sehen gibt, vor allem sei­ne Fil­me zusam­men mit sei­nem bes­ten Freund Wal­ter Matthau. Der drit­te Film in der Box ist Der Glücks­pilz. Der Film ist eine Komö­die und Walt­her Matthau beherrscht die Sze­nen stark. Das ist viel­leicht auch der Effekt, der bewirkt hat, dass ich Jack Lem­mon nie so rich­tig wahr­nahm. Er braucht Raum und dann ist er groß­ar­tig.

Der Glücks­pilz ist der ers­te Film zusam­men mit Wal­ter Matthau, es folg­ten neun wei­te­re, und er fand ihm den bes­ten Freund sei­nes Lebens.

Jack Lem­mon starb 2001, ein Jahr Jahr nach Walt­her Matthau.

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