Ballett und das Alter

Ges­tern Abend nach dem Trai­ning habe ich in den Stream des Aus­tra­li­an Bal­let rein­ge­se­hen. Es gibt wenig, das mich so sehr moti­viert. Wenn ich die Trai­ner sehe, die älter sind als ich, sehe ich mei­nen Stand mit ganz ande­ren Augen. Ste­phen Heath­cote ist zwei Jah­re älter als ich. Zwar war er Pro­fi­tän­zer und ich nicht, aber selbst wenn ich nur einen Mikro-Bruch­teil sei­nes Kön­nens jetzt errei­che, bin ich schon zufrie­den.

Ich bin über­zeugt, dass das Alter für Bal­lett uner­heb­lich ist und eine aus­rei­chen­de Kraft und Fle­xi­bi­li­tät erreicht wer­den kann, um zumin­dest die Grund­la­gen zu ler­nen. Es gibt gewis­se, klei­ne Gren­zen, die aber uner­heb­lich sind (Bei­ne nur auf 90°). Jeden­falls ist da Luft nach oben, reich­lich. Jedes Mal, wenn ich mich selbst in mei­nen Auf­nah­men sehe, den­ke ich: Oha, doch so schlecht, aber ordent­lich Poten­ti­al.

Es ist als wür­de ich ver­su­chen, in einem fah­ren­den Zug bei 200 kmh nach vor­ne zu lau­fen, absprin­gen ist nicht mehr und ste­hen­blei­ben auch nicht, denn sonst bewegt sich zwar die Umge­bung, aber man selbst bewegt sich kein Stück.

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