Kombinationen am Barre merken

Kon­zen­tra­ti­on.

Letz­tes Mal wur­de das Tem­po ange­zo­gen und die Übun­gen wur­den kom­ple­xer und schnel­ler, mei­ne Feh­ler wur­de nach Waga­no­wa-Sit­te mit einer Stand­pau­ke vor ver­sam­mel­ter Frau­schaft kor­ri­giert. Im ech­ten Leben wäre ich raus­ge­flo­gen für den Rest der Stun­de.

Ich mer­ke doch immer wie­der, dass ich mir Kom­bi­na­tio­nen nur schwer mer­ken kann. Das Mar­kie­ren, also das Durch­lau­fen der Bewe­gun­gen mit der Hand, hel­fen mir wenig. Ich habe ein paar Tipps durch­ge­se­hen, von denen ich mir eini­ge rau­s­pi­cke und aus­pro­bie­re, ich hof­fe, es hilft. Ich wer­de es heu­te Abend mer­ken.

  1. Den Rhyth­mus erken­nen und mer­ken. Es han­delt sich ent­we­der um einen 2er, 3er oder 4er-Rhyth­mus, also schnell die Tak­te zäh­len und als Rhyth­mus-Pat­tern im Kopf spei­chern. Ich habe lan­ge genug Drum­com­pu­ter pro­gram­miert.
  2. Das Stand­bein- und Spiel­bein mer­ken (im Bal­lett heißt das anders, ich neh­me die Begrif­fe aus der Kunst). Und vor allem, wann ein Wech­sel von Stand- und Spiel­bein statt­fin­det. Rechts … links … rechts.
  3. Den Tipp fin­de ich gut: sich den Anfang und das Ende mer­ken, also die aller­ers­te- und letz­te Bewe­gung.
  4. Das größ­te Pro­blem für mich sind die Wech­sel, wenn etwas voll­kom­men Neu­es kommt, Atti­tu­de, Ara­bes­que dazwi­schen und danach bin ich drau­ßen. Und nächs­te Woche ist dann wie­der alles anders. Das ist das Schwie­rigs­te. Auch wenn Waga­no­wa alles bau­kas­ten­mä­ßig logisch kon­stru­iert, ste­he ich doch vor vie­len Übun­gen wie vor einer IKEA-Bau­an­lei­tung, immer die glei­chen Tei­le, aber immer wie­der kom­pli­ziert, weil neu kom­bi­niert. Der letz­te Tipp für mich lau­tet also: Ich muss den Figu­ren spre­chen­de Namen geben und wenn ich den genau­en, rich­ti­gen nicht weiß, dann muss ich schnell eige­ne erfin­den. Denn auch wenn man das Wort „Inbus­schlüs­sel“ nicht kennt, hat man es doch für sich als „Schraub­dings“ abge­spei­chert.
Update: Ein Trick, um mir die Kom­bi­na­ti­on bes­ser zu mer­ken, hat bei mir heu­te gut gewirkt: Ich blei­be immer hän­gen und weiß dann nicht wei­ter, des­halb habe ich mich auf die nächs­te Figur kon­zen­triert, wäh­rend ich die aktu­el­le aus­füh­re, das geht näm­lich mitt­ler­wei­le auto­ma­tisch. Das ging sogar rich­tig gut. Kon­zen­tra­ti­on auf die nächs­te Bewe­gung und die aktu­el­le intui­tiv-auto­ma­tisch aus­füh­ren.

2 Kommentare zu „Kombinationen am Barre merken"

  1. Hal­lo
    Ich lese schon län­ger dei­nen Blog. Er hat mir gehol­fen, als ich im Sep­tem­ber begon­nen habe Bal­lett zu ler­nen.
    In mei­nem Anfän­ger­kurs sind die Kom­bi­na­tio­nen kein The­ma, weil sie noch sehr ein­fach sind. Aller­dings besu­che ich auch eine Klas­se für Anfän­ger mit Vor­kennt­nis­sen und hier sind die Kom­bi­na­tio­nen teil­wei­se sehr schwie­rig. Mir geht es so wie dir. Das Gute ist, dass sich die Kom­bi­na­tio­nen von einer Woche zu nächs­ten wie­der­ho­len. Bezie­hungs­wei­se funk­tio­niert es bes­ser nach dem Sei­ten­wech­sel. Habe aber net­te Ballettlehrerinnen/lehrer die Nach­se­hen mit mir haben. Aber ich bin sicher der, der sich am schwers­ten tut. Bin aber stolz auf mich, wenn ich ein­mal gut mit­kom­me. Was mir hilft, in der Mit­te zu ste­hen und jeman­den vor mir zu haben, wo ich mich „anhal­ten“ kann.

  2. Hal­lo, das freut mich sehr, wenn das Blog Dir in irgend­ei­ner Wei­se hilft oder gehol­fen hat!

    Die Lehrer/Lehrerinnen sor­tie­ren auch so, dass man abgu­cken kann. Irgend­wann muss­te ich nur den Absprung schaf­fen. Jetzt bin ich der­je­ni­ge, von dem abge­guckt wird und die Anfor­de­rung und Erwar­tung an mich ist gestie­gen.

    Ich bin gespannt, wie Dei­ne Lern­schrit­te sind.

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