Emily Wildes Enzyklopädie der Feen

Ich dachte Cozy Fantasy ist nur cozy, aber Cozy Fantasy ist Cosy Romantasy.

Wenn ich mal von meinem persönlichen Geschmack und meinen Erwartungen absehe, war das recht nett zu lesen. Ein Jugendbuch für Erwachsene, sozusagen, was ja generell für dieses Genre gilt. Ich meine das gar nicht wertend, ich bin ja auch schon alt und lese nicht altersgemäß und querbeet.

Wenn man mal diese Genrebegriffe aus dem Gehirn räumt, ist man auch etwas offener für das, was man liest.

Generell habe ich ein Problem mit dem Charakter der Hauptfigur. Kann es sein, dass es bei Cozy Fantasy um einen psychologischen Typus geht, nämlich einer Figur, die nicht so genau weiß, wie sie sich in Gesellschaft verhalten soll und die romantisierte Männerfigur sozusagen die emotionale Arbeit leisten muss? Ist das das Prinzip und die Idee?

Aber mal davon abgesehen, sind die Feengeschichten in dem Buch wirklich gut und auch die Figuren sind ausführlich gezeichnet.

Vor allem macht das Buch Lust auf das Thema Feen in Island und Irland, das nichts mit den niedlichen kleinen Figuren zu tun hat.

Also, durchaus unterhaltsam, wenn man mal ein Auge zudrückt, wenn es um Klischees geht, die man nur so ganz zart verschiebt.

Das Charmante an New Adult ist, dass es Elemente der Märchenwelt rausholt aus der Verniedlichung.

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