Verzicht

Bud­den­bohm beschreibt, was ich so schon öfter gele­sen habe und aus eige­ner Erfah­rung bestä­ti­gen kann und in Bezug steht, zu dem hier: Man fühlt sich nicht ein­fach bes­ser, wenn man mit irgend­was auf­hört.

Das mei­ne ich damit, wenn ich sage, dass man genau wis­sen und füh­len muss, was sein Kör­per braucht, oder bes­ser gesagt, ein Gefühl dafür ent­wi­ckeln, was einem gut tut, ihm einen Namen geben und eine Vor­stel­lung davon, was es für einen selbst bedeu­tet: wach, fit, kon­zen­triert, auf­merk­sam, inter­es­siert zum Bei­spiel.

Man fühlt sich viel­leicht aber auch nicht bes­ser, wenn man so wei­ter­macht, wie bis­her.

Und genau das mei­ne ich damit, wenn ich davon spre­che, wie man für sich einen rich­ti­gen Weg fin­det.

Vier Gum­mi­bär­chen, ein Espres­so und eine hal­be Por­ti­on Huel sind genau rich­tig, wenn ich nach der Arbeit kom­ma­tös ein­schla­fe, wie­der auf­wa­che und in einer hal­ben Stun­de zum Tan­zen muss. Irgend­was, was mich von den Toten auf­er­weckt und genug Ener­gie gibt. Es darf mei­nen Magen, mei­ne Bla­se und mei­nen Darm nicht all­zu­sehr beschäf­ti­gen. Vom Espres­so muss ich irgend­wann pin­keln, da ist auch eine hal­be Koffe­in­ta­blet­te ganz gut.

Lesen ist gut, krampf­haft ein Buch durch­le­sen, ist sinn­los, auf Fan­ta­sy ver­zich­ten, weil ein gro­ßer Teil davon ein­fach nicht gut ist, macht auch kei­nen Sinn.

Ein sinn­vol­les Maß fin­den und jeden Tag neu aus­rich­ten, das ist das sinn­vol­le Vor­ge­hen für mich.

Ich mer­ke, dass mein Kör­per anders funk­tio­niert als frü­her. Mus­keln, Gelen­ke, Ernäh­rung, Gehirn, das alles muss ich genau beob­ach­ten, selbst, wenn es um sol­che Din­ge geht wie Spaß, Lust, Freu­de, Zufrie­den­heit, Glück, Genug­tu­ung, Erfül­lung … alles, was in die Rich­tung geht.

2 Kommentare zu „Verzicht"

  1. Ja, boah ey … das ist so ein Strugg­le. Ich fra­ge mich regel­mäs­sig, wie ich mit so wenig Wis­sen über mich sel­ber so alt wer­den konn­te. Ich Fra­ge mich, ob unse­re Vor­fah­ren, die noch in Höh­len leb­te, wohl auch so dumm waren, oder ob das irgend wann, irgend­wo ver­lo­ren ging.

    Was Fan­ta­sy angeht: Schon Joe Aber­crom­bie pro­biert?

    1. Na, da hat ja offen­sicht­lich etwas ganz gut funk­tio­niert bei dir 🙂
      Ist es denn nicht sehr klug, zu erken­nen, wie beschränkt man ist oder wo man beschränkt ist? Sonst könn­te man es ja nicht ändern (oder akzep­tie­ren). Jeden­falls ist das mei­ne Erkennt­nis der letz­ten Jah­re.

      Ja, habe ich ange­fan­gen mit Kriegs­klin­gen.

      Chat­ty schreibt auf mei­ne Nach­fra­ge: „Im ers­ten Drit­tel domi­nie­ren tat­säch­lich männ­li­che Figu­ren mit eher klas­si­schen ‚grimdark‘-Zügen: zynisch, rau, gewalt­tä­tig, oft inner­lich kaputt oder abge­stumpft. Das kann auf Dau­er ermü­dend sein – beson­ders wenn man emo­tio­na­le Tie­fe, Ent­wick­lung oder weib­li­che Per­spek­ti­ven ver­misst.“

      Zyni­sche, kaput­te Män­ner ohne weib­li­che Per­spek­ti­ve sind jetzt nicht so mein Ding.

      Chat­ty schreibt, die Cha­rak­ter­ent­wick­lung wer­de bes­ser, aber ich traue dem Bra­ten nicht.

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