Was denkst du, ChatGPT, über Männer?

Was den­ken Sie, den­ken die meis­ten Men­schen über Män­ner?

Ich habe mal gelernt (Quel­le: Hören­sa­gen im Semi­nar und über einen Freund), dass man, wenn man wis­sen will, wie die Gesell­schaft denkt, nicht fra­gen soll: „Was den­ken Sie über …?“, weil dann dann Wün­schens­wer­tes gesagt oder geschrie­ben bekommt, son­dern: „Was glau­ben Sie, den­ken die meis­ten Men­schen über …?“ Ich weiß nicht, ob das stimmt, fand es aber damals wie heu­te irgend­wie ein­leuch­tend.

ChatGPT ist prall gefüllt mit dem, was ande­re Leu­te den­ken und schrei­ben, begibt sich aber natür­lich nicht auf das Glatt­eis, von sich zu behaup­ten, es hät­te eine Mei­nung.

Was, ChatGPT, denkst du über Män­ner?

„Als KI habe ich kei­ne per­sön­li­chen Über­zeu­gun­gen oder Gefüh­le …“ und so wei­ter und so fort.

Also mit dem alten Trick ver­su­chen, und er funk­tio­niert, weil ich vor­her kei­ne Ant­wort bekom­men habe:

Wie den­ken die meis­ten Men­schen über Män­ner?

„Es ist wich­tig zu beach­ten, dass Mei­nun­gen über Män­ner von ver­schie­de­nen Fak­to­ren wie Kul­tur, Gesell­schaft, per­sön­li­chen Erfah­run­gen und indi­vi­du­el­len Über­zeu­gun­gen beein­flusst wer­den kön­nen …“

Komm zur Sache!

ChatGPT:

  1. Tra­di­tio­nel­le Geschlech­ter­rol­len: In eini­gen Kul­tu­ren gibt es immer noch das Bild des Man­nes als Haupt­ver­die­ner und Fami­li­en­ober­haupt. Dies könn­te dazu füh­ren, dass Män­ner als stark, domi­nant und ratio­nal ange­se­hen wer­den.
  2. Toxi­sche Mas­ku­li­ni­tät: Eini­ge Men­schen betrach­ten Män­ner im Kon­text von toxi­scher Mas­ku­li­ni­tät, was sich in aggres­si­vem Ver­hal­ten, Unter­drü­ckung von Emo­tio­nen und einer Nei­gung zur Gewalt äußern kann.
  3. Gleich­be­rech­ti­gung: In zuneh­mend pro­gres­si­ve­ren Gesell­schaf­ten stre­ben vie­le Men­schen nach Gleich­be­rech­ti­gung der Geschlech­ter und sehen Män­ner als gleich­wer­ti­ge Part­ner in allen Berei­chen des Lebens.
  4. Viel­falt: Es gibt eine Viel­zahl von Män­nern mit unter­schied­li­chen Eigen­schaf­ten, Per­sön­lich­kei­ten und Lebens­sti­len, daher ist es wich­tig, Män­ner nicht als homo­ge­ne Grup­pe zu betrach­ten.

Wie den­ken die meis­ten Men­schen über Frau­en?

ChatGPT:

„Ähn­lich wie bei der Fra­ge nach der Mei­nung über Män­ner gibt es kei­ne ein­heit­li­che Ant­wort dar­auf, wie die meis­ten Men­schen über Frau­en den­ken …“

Komm zur Sache!

ChatGPT:

  1. Tra­di­tio­nel­le Geschlech­ter­rol­len: In eini­gen Gesell­schaf­ten wer­den Frau­en immer noch in tra­di­tio­nel­len Geschlech­ter­rol­len gese­hen, die sie als für­sorg­lich, emo­tio­nal und in ers­ter Linie für den Haus­halt und die Kin­der­er­zie­hung zustän­dig dar­stel­len.
  2. Sexua­li­sie­rung und Objek­ti­vie­rung: Frau­en kön­nen auch in vie­len Medi­en und kul­tu­rel­len Dar­stel­lun­gen als sexua­li­siert und objek­ti­viert ange­se­hen wer­den, was zu Ste­reo­ty­pen füh­ren kann, die ihre Intel­li­genz und Fähig­kei­ten her­ab­set­zen.
  3. Femi­nis­mus und Gleich­be­rech­ti­gung: In vie­len Tei­len der Welt gibt es eine wach­sen­de Bewe­gung für die Gleich­be­rech­ti­gung der Geschlech­ter, die Frau­en als gleich­wer­ti­ge Part­ner in allen Berei­chen des Lebens betrach­tet und sich für ihre Rech­te und Chan­cen ein­setzt.
  4. Viel­falt: Frau­en kom­men aus ver­schie­de­nen Hin­ter­grün­den, haben unter­schied­li­che Per­sön­lich­kei­ten, Inter­es­sen und Lebens­sti­le. Es ist wich­tig anzu­er­ken­nen, dass es nicht eine ein­zi­ge Defi­ni­ti­on oder Per­spek­ti­ve auf Frau­en gibt.

Ich habe Punkt 2 und 3 getauscht, damit es the­ma­tisch zu dem Obe­ren passt. ChatGPT zeigt uns hier genau das, was in den Köp­fen exis­tiert und wie wir dar­über den­ken oder die Art und Wei­se, wie wir uns damit beschäf­ti­gen.

Jetzt wol­le ich wis­sen, ob ChatGPT auch die Nar­ra­ti­ve repro­du­ziert, und sie­he da: ja, tut es. Aller­dings wer­den Sexua­li­sie­rung und Mas­ku­li­ni­tät weg­ge­las­sen, weil das ja unschön ist.

Erzäh­le mir eine Geschich­te, die von einem Mann und einer Frau han­delt.

ChatGPT:


„Es war ein­mal ein Mann namens David, der als Künst­ler in einer klei­nen Stadt leb­te. David war ein talen­tier­ter Maler, aber er hat­te Schwie­rig­kei­ten, sei­ne Wer­ke zu ver­kau­fen und sei­nen Lebens­un­ter­halt zu ver­die­nen. Eines Tages traf er eine jun­ge Frau namens Emi­ly, die in der ört­li­chen Buch­hand­lung arbei­te­te.

Emi­ly war lei­den­schaft­lich dar­an inter­es­siert, Men­schen zu hel­fen, ihre krea­ti­ven Träu­me zu ver­wirk­li­chen. Als sie David ken­nen­lern­te und sei­ne Kunst­wer­ke bewun­der­te, spür­te sie sofort eine Ver­bin­dung zu sei­nem Talent und sei­ner Lei­den­schaft. Sie schlug vor, dass David eine Aus­stel­lung sei­ner Gemäl­de in der Buch­hand­lung orga­ni­sier­te, um sie der Gemein­schaft zu prä­sen­tie­ren.

David war anfangs skep­tisch, aber Emi­ly über­zeug­te ihn mit ihrer Begeis­te­rung und ihrem Enga­ge­ment. Gemein­sam plan­ten sie die Aus­stel­lung, bewar­ben sie in der Stadt und luden Kunst­lieb­ha­ber ein. Die Aus­stel­lung war ein gro­ßer Erfolg, und Davids Wer­ke erreg­ten viel Auf­merk­sam­keit.

Durch Emi­lys Unter­stüt­zung und Inspi­ra­ti­on fand David nicht nur Aner­ken­nung für sei­ne Kunst, son­dern auch einen neu­en Sinn in sei­nem Leben. Er begann, mehr Selbst­ver­trau­en in sei­ne Fähig­kei­ten zu ent­wi­ckeln und sei­ne Wer­ke regel­mä­ßig zu ver­kau­fen. Emi­ly und David wur­den nicht nur Geschäfts­part­ner, son­dern auch enge Freun­de, die sich gegen­sei­tig ermu­tig­ten und unter­stütz­ten.

Mit Emi­lys Hil­fe konn­te David sei­nen Traum als Künst­ler ver­wirk­li­chen und gleich­zei­tig eine wert­vol­le Freund­schaft auf­bau­en. Die Geschich­te von David und Emi­ly zeigt, wie die Begeg­nung zwi­schen einem Mann und einer Frau nicht nur zur Ver­wirk­li­chung per­sön­li­cher Träu­me füh­ren kann, son­dern auch zu bedeu­ten­den zwi­schen­mensch­li­chen Ver­bin­dun­gen.“


Gran­di­os, genau so läuft „Die Vil­la an der Elb­chaus­see“ ab. „Jede KI ist elo­quen­ter“, hat­te ich geschrie­ben. Haha­ha 🙂

In dem Gen­re Roman­t­a­sy, so ent­neh­me ich den Dis­kus­sio­nen auf reddit.com/r/buecher, wer­den zudem auch die Topics Sexua­li­sie­rung und Mas­ku­li­ni­tät bedient.

Ich habe mir Fourth Wing aus­ge­lie­hen, weil mich inter­es­siert, was das für Bücher sind. Ob oder wann ich das mal lesen wer­de, weiß ich nicht.

Roman­tik ist nicht ein­fach nur eine unrea­lis­ti­sche Her­an­ge­hens­wei­se, son­dern der Wunsch nach Har­mo­nie und Aus­gleich von rea­len Gege­ben­hei­ten. Genau das macht ChatGPT: Es macht aus all den ver­schie­de­nen Aspek­ten eine schlüs­si­ge Geschich­te. Völ­lig berech­tigt die Fra­ge: Ist das nicht gera­de­zu wün­schens­wert?

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