Alle meine Texte beginne ich in einem Editor, einem einfach Programm ohne Formatierung. Diese Angewohnheit habe ich entwickelt, als ich anfing, lange Texte für die Formatierung in InDesign vorzubereiten und beim Codieren.
Der Großteil der Menschen wird ein Textverarbeitungsprogramm benutzen, das sofort formatiert und möglichst automatisch gleich beim Schreiben alles genau so aussehen lässt, wie man es erwartet: ein Brief, eine Hausarbeit etc.
So entsteht eine Trennung von Editor und Textverarbeitungsprogramm.
Ich wünsche mir ein Textverarbeitungsprogramm, das sowohl für denjenigen geeignet ist, der codiert und programmiert als auch für denjenigen, der einen Brief an seine Versicherung schreiben will. Durch Exportieren würde man den Text zu dem machen, was er sein soll. Mittels verschiedener Vorschauen könnte man den Text bereits beim Schreiben verarbeitet betrachten, als Kontrolle.
Mir kommt der Gedanke deshalb, weil alle Menschen, die ich kenne, mit einem Textverarbeitungsprogramm ihre Texte zu schreiben und sie bereits beim zweiten Satz Probleme mit der Formatierung bekommen. Ein Editor ist keine gute Lösung, weil sie gerne gleich eine gut lesbare, große Schrift mit angenehmen Zeilenabstand und Rand hätten ohne in unübersichtlichen Einstellungen etwas ändern zu müssen.
So ein Textarbeitsprogramm müsste es geben. Eine Mischung mit dem Besten aus allem: Das Beste aus den Erfahrungen mit den bereits bekannten Textverarbeitungsprogrammen, LaTeX, Markdown, Editoren, Full-Screen-Writing-Software, ja sogar Blogeinträge, in die man zum Beispiel per Drag and Drop Bilder und Links einfügen kann. Für so etwas braucht man wahrscheinlich ein neues Betriebssystem. Auch eine Überlegung wert.
One Ding to rule them all. Es würde vielleicht die Menschen verbinden.