Ich habe erst vor ein paar Wochen Markdown entdeckt. Den Wunsch, Texte zu schreiben ohne sie in Tags einschließen zu müssen, hatte ich schon länger, besonders jedoch als ich Menschen, die noch nie Texte ins Netz geschrieben haben, bewegen wollte, dies zu tun.
Man darf nicht unterschätzen, was — zu Recht — für Widerstände auftauchen, weil man keine Lust hat auf technischen Schnickschnack. Texte müsste man per Drag and Drop in ein Fensterchen ziehen dürfen und müssten dann auf einer Website erscheinen. Ähnlich dem Flickr-Uploader.
Wir (d. h. meine Studentinnen) werden jetzt sämtliche Inhalte in eine HTML-Datei schreiben und ich bringe ihnen fünf Tags bei. Das ist das Mindeste und schon zu viel. So als wollte man Essen gehen und ich würde meine Gästen beibringen müssen, vor und nach jedem Biss den Namen der Speise zu sagen.
Ich selbst blogge hier mit Blogracer, wofür ich Konstantin danke — dafür und für seine Hilfe.
Das Thema ist ein bisschen groß und ich weiß nicht, wie ich es kurz und verständlich formulieren soll, nur so viel: Ich wünschte, Bildung (als Prozess) und Wissen (als Formulierung des aktuellen Wissensstandes) könnte man einfacher lokal oder im Netz organisieren. Es nützt nichts, Schulen mit iPads auszustatten, wenn Wikipedia die einzige Möglichkeit ist, Wissen zu formulieren und zu organisieren. Ich versuche, Youtube, Flickr und Google als Tools den angehenden Lehrern schmackhaft zu machen, aber nicht Kindern. Das ist so als würde ich ihnen zehn Euro und die Hand drücken und sie zum Essen auf den Fischmarkt schicken. (Ich schweife ab).
Und nein, es ist keine Lösung, ein Blog, dessen Stillstand absehbar ist, oder aber ein Wiki zu installieren und zu füllen. Das ist Computerkram und wir nutzen unsere wertvolle Zeit besser.
To be continued. Von mir und von anderen, bitte und hoffentlich und vernünftig.