ESC 2025

Ich wür­de den ESC nicht gucken, wenn ich kei­nen Spaß dran hät­te. Aber es ist immer ein biss­chen wie in der Dis­co damals, wenn die Musik nicht so doll ist und man immer noch einen Song war­tet, weil ja noch ein guter kom­men könn­te, und am Ende war­tet man eine Stun­de. Nein, so schlimm war das nicht.

Die Büh­nen­tech­nik ist heut­zu­ta­ge aber auch auf einem atem­be­rau­ben­den Level, was ich nicht schlimm fin­de. Immer­hin sind die Stim­men noch halb­wegs live. Aber so ist das heu­te, wenn man Musik macht, gibt man Ton­si­gna­le in einen Com­pu­ter, der dann erst den rich­ti­gen Sound macht. Da wird geglät­tet und ange­gli­chen und mit Dyna­mik ver­se­hen, was das Zeug hält. Das ist Pop­pro­duk­ti­on.

Ich kann mich noch sehr gut an die CD-Bespre­chun­gen in Zeit­schrif­ten für HiFi-Fans erin­nern, da wur­de zwi­schen klang­lich guter und schlech­ter Musik unter­schie­den. Ein Album von Whit­ney Hous­ton war min­der­wer­tig, ein­fach weil es Pop war. Dass sie über­ra­gend gut sin­gen konn­te und ihre Alben her­vor­ra­gend pro­du­ziert waren, inter­es­sier­te nicht.

Ähn­lich ist das mit dem ESC, irgend­was zwi­schen Nase­rümp­fen und Unter­hal­tung.

Ich habe die Wer­tun­gen des Publi­kums beim ESC nicht ver­stan­den. Die Jury-Ent­schei­dun­gen konn­te ich nach­voll­zie­hen. Das Ergeb­nis war für mich stim­mig. Doch dann kamen die Publi­kums­we­run­gen und ich ver­stand gar nichts mehr. Dass das Lied aus Öster­reich gewon­nen hat, passt, aber der Rest war mir manch­mal unklar oder nicht nach­voll­zieh­bar.

Erfreu­lich, dass Frank­reich und die Schweiz gut abschnit­ten, weil das wirk­lich zwei sehr net­te Songs waren und auch auch sym­pa­thisch gesun­gen. Aber UK und Däne­mark?! Null Punk­te vom Publi­kum … huch?! War doch ganz soli­de, ich mag soli­de. U.K. ist ja nicht gera­de bekannt für gute Bei­trä­ge.

Aber ich habe halt auch mei­nen Geschmack.

Erstaun­lich inter­es­sant fand ich den Song aus der Ukrai­ne, der hät­te gut ins Jahr 1987 gepasst, aber als anspruchs­vol­ler Song.

Tautu­meitas tref­fen sowie­so mei­nen Dead Can Dance-Nerv.

Und natür­lich hat mir der Song aus Litau­en von Katar­sis sehr gut gefal­len, aber das war klar, dass der Song nicht weit kommt. Der Stil passt nicht.

Naja, für mich ist das zu einem viel zu gro­ßen Teil Geschmack­sa­che, was mir ja auch gut gefällt, sonst wäre das ja wie beim Sport, wo Punk­te nach genau­en Kri­te­ri­en ver­ge­ben wer­den. Das wäre dann kei­ne Musik mehr.

Wenn ich tip­pen müss­te, wür­de ich ganz schön schlecht daste­hen.

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