Ein Gastspiel

Heu­te Abend ist es soweit. Wir tre­ten auf. Ich kann es noch nicht so rich­tig glau­ben. Zum Glück waren wir ges­tern Abend im Thea­ter und haben schon mal auf­ge­baut und Sound­check gemacht. So konn­te ich mich an den Raum gewöh­nen.

Ich habe nicht den lei­ses­ten Schim­mer, wie der Abend wird. Für uns ein unter­halt­sa­mes Fest, aber für die andern?! Sie wer­den sehen, dass wir Spaß haben und das ist ja schon mal unter­halt­sam. Aber das Set ist toll, abwechs­lungs­reich, schön und wir wer­den fast alles ganz ordent­lich spie­len, man­ches sogar rich­tig gut.

Ich bin lei­der furcht­bar auf­ge­regt, muss aber kon­zen­triert und fit blei­ben.

Unser letz­te Auf­tritt war 1991 und da haben wir vor den Kon­zer­ten Shot­guns mit 0,5 Liter-Dosen gemacht. Jetzt bestrei­te ich den Abend mit einem selbst­ge­mix­ten iso­to­ni­schen Getränk, einer hal­ben Koffe­in­ta­blet­te, augen­freund­li­chen Aus­dru­cken der Tex­te und Griff­ta­bel­len, Noten­stän­der und Licht.

Sei­te einem Monat bespielt unser Sän­ger den Insta­gram- und Face­book-Account wie ein Pro­fi und hält den Hype im Freun­des- und Fami­li­en­kreis hoch. Der alte Freun­des­kreis kommt aus ganz Deutsch­land ange­reist.

Das Thea­ter hat­te sel­ten so vie­le Kar­ten­re­ser­vie­run­gen. Es wird eine Bene­fiz­ver­an­stal­tung, alles Geld geht ans Thea­ter, das seit 1987 von sei­nem mitt­ler­wei­le 80-jäh­ri­gen Lei­ter geführt wird. Er und sei­ne Toch­ter tre­ten dort regel­mä­ßig auf. Sie wer­den den Gäs­ten heu­te Abend nach dem Kon­zert Chi­li con Car­ne kochen und es wir sicher ein lan­ger Abend.

Wir hat­ten hier ja schon mal eine klei­ne Fami­li­en­fei­er gefei­ert.

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