Rückengymnastik

(Zum Port de bras üben hier lang)

Es gibt ver­schie­de­ne Grün­de sich zu ändern: Es macht Freu­de, man wird dafür belohnt, das jet­zi­ge Ver­hal­ten ist lebens­be­droh­lich.

Rücken­gym­nas­tik ist so eine Sache, die lei­der kaum eine Moti­va­ti­on hat, und anders als Bauch­mus­kel­trai­ning oder Mara­thon gibt es kei­nen per­sön­li­chen High Score, den man kna­cken kann. Meis­tens macht man sie zäh­ne­knir­schend, weil man Schmer­zen hat und fän­de die tol­le Sprit­ze, die man mal bekom­men hat, viel ein­fa­cher, oder lässt sich ein­fach mas­sie­ren.

Man kennt die Übun­gen für den Rücken: ein­fach in alle vier Him­mels­rich­tun­gen beu­gen und dre­hen, Schmer­zen spü­ren, schwin­de­lig wer­den, Kopf­schmer­zen bekom­men und sich mit lau­tem Stöh­nen wie­der auf­rich­ten und froh sein, dass es zu Ende ist.

Ein paar Übun­gen wür­den schon rei­chen: Rumpf­beu­ge im Ste­hen oder im Sit­zen mit aus­ge­streck­ten oder gespreiz­ten Bei­nen. Dre­hung des Ober­kör­pers im Sit­zen. Kat­zen­bu­ckel und Hohl­kreuz im Vier­füß­ler­stand.

Egal, wel­che Übung man im schmerz­frei­en Zustand macht: Die Wir­bel­säu­le scheint gut ver­packt irgend­wo zu sit­zen und ver­steht gar nicht, wie­so man sie nicht ein­fach in Ruhe lässt.

Ich will eine Ara­bes­que kön­nen, die gut aus­sieht.

Ein bieg­sa­mer Rücken ist Mit­tel zum Zweck, mein Kör­per ist Mate­ri­al gewor­den, mit dem ich Bewe­gungs­fi­gu­ren dar­stel­len will.

Wie die­se Bewe­gung nach vor­ne rich­tig heißt, weiß ich nicht, in einem Lehr-Video sagen sie Port de Bras nach vor­ne, in der Schu­le manch­mal Cam­bré nach vor­ne (Ich ken­ne kei­ne Kunst und kei­nen Sport, in dem so viel Ver­wir­rung um die Bedeu­tung der Begrif­fe wie im Bal­lett gibt).