Es ist ziemlich schlau, Fragen zu stellen

Affen kön­nen zwar Zei­chen­spra­che ler­nen, aber sie stel­len kei­ne Fra­gen. Ich habe mir dar­über bis­her nie Gedan­ken gemacht.

Man forscht schon seit lan­gem zu Spra­che, Bewusst­sein und Intel­li­genz bei Tie­ren und ver­schiebt damit die Gren­zen zwi­schen Tier und Mensch. Tie­re kön­nen Zei­chen­spra­che ler­nen, haben eine Art von Bewusst­sein und zei­gen ver­schie­de­ne Gra­de von Intel­li­genz.

Aller­dings stellt kein Tier Fra­gen. Selbst wenn es eine Art von Selbst­be­wusst­sein hat, so fehlt ihm doch wahr­schein­lich ein gewis­ser Grad an Abs­trak­ti­on und vor allem eine Vor­stel­lung von Bewusst­sein los­ge­löst von sich selbst und die dar­aus resul­tie­ren­de Neu­gier.

Fra­gen stel­len (War­um ist …?) ist eine Stu­fe von Bewusst­sein die eine ganz ande­re Art von Bezie­hung her­stellt als die der direk­ten Inter­ak­ti­on. Dass es über­haupt ein ande­res Bewusst­sein gibt, scheint eine typisch mensch­li­che Eigen­schaft. Was sonst ist ein Got­tes­be­griff? Am Anfang hat Gott den Men­schen nicht erschaf­fen, irgend­wann hat sich der Mensch einen Gott vor­ge­stellt.

Eine Fra­ge setzt vor­aus, dass ich davon aus­ge­he, das es jeman­den gibt, der die­se Fra­ge ver­steht. Eine min­des­tens mir glei­che Form von Intel­li­genz. Wer davon aus­geht, hat einen höhe­ren Grad an Intel­li­genz. Neu­gier, Inter­es­se und Fra­gen stel­len sind ein Zei­chen höhe­rer Intel­li­genz.

Fra­gen stel­len ist eine außer­or­dent­lich intel­li­gen­te Fähig­keit.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert