Ich habe es geschafft, ich habe wirklich im Urlaub nach Jahren mal wieder gezeichnet und mit Aquarell gemalt. Ich habe zwei Aquarellkästen von meinen Freundinnen übernommen. Ein Schmincke-Aquarell-Kasten gehörte zur Ausstattung junger Frauen, die ihn aber höchstens dreimal benutzt haben. So wie Instrumente, die sie bekamen. Zur musischen Erziehungen junger Töchter. Ballett, Geige, Aquarell. Junge Töchter haben das gehabt, was ich gerne gehabt hätte. Das haben sie dann auch gemerkt. Jetzt habe ich also genug Aquarell-Näpfe. Sogar Phtalo-Grün ist dabei. Mein Lieblings-Farben-Name.
Kommen wir zur Sache und zur kritischen Selbstbetrachtung. Hier sind die Bilder aus dem Urlaub.

Ich hasse es, Bäume zu zeichnen, aber auf der Terrasse gab es ja kaum anderes. Für mehr als einen Ast fehlt mir die Geduld.

Nochmal mit Gefühl, bitte. Die Skulptur bewegt sich nicht und beschwert sich nicht über das Ergebnis.



Okay, Füße muss ich üben.

Wie zur Hölle hat Anders Zorn das gemacht?!
(Ich höre meinen Zeichenlehrer im Geiste: „Jetzt will er schon malen wie Anders Zorn!“ Okay, okay, ich fange klein an. Ich will aber trotzdem malen können wie Anders Zorn.)

Mehr coloriert als aquarelliert.

Keep it simple. Quadratisch ausschneiden, riesen Passepartout drum und an die Badezimmer-Wand.
Zuhause weitergezeichnet und -gemalt.

Lerne von den Meistern.

Mal mit einfachen Objekten anfangen.
Okay, das ist ein Anfang. Weitermachen.

Love it. Dreifacher Respekt für den Mut, a) überhaupt, die Frau zu malen, die b) gerade anwesend ist und die man c) auch noch persönlich kennt. Und noch mal dreifacher Respekt dafür, der das Bild auch zu zeigen. Das grenzt aus meiner Sicht fast an die Todesverachtung antiker Helden und anderer Halbgötter.
Ach so, naja, ist halt eine missglückte Skizze mit deutlich zu dicken Beinen, die nicht viel mit der Frau zu tun hat.
Ich lösche das Bild mal lieber 🙂
Ich glaube, das kam falsch rüber. Die Bilder habe ich jetzt im Urlaub gemalt. Der Satz „Nicht schlecht für einen 12-Klässler“ war Selbstironie.
Ich muss mich für meine Gedankensprünge und Verkürzungen entschuldigen.