Links und Persönliches

Ich schreibe und verlinke ja nie, was ich morgens mindestens eine Stunde lang lese, denke und mich beschäftigt, aber vielleicht ist das gar keine so schlechte Idee. Mal ausprobieren.

Den Links bei Buddenbohm & Söhne gefolgt. Chinas Visionen und vor allem Umsetzungen sollte ich immer in Hinterkopf behalten. Es ist ja nicht China alleine, man kann dort weltweite Zustände und Dimensionen sehen. Das ist ein globales Phänomen. Das betrifft und längst direkt, ist mir nur nicht immer so bewusst. Das ist nicht mehr das China von 1980. Die Fender-Geschichte illustriert sehr schön, wie altes Handwerk und neue wirtschaftliche Einflüsse ausgehandelt werden müssen. Wo wollen wir eigentlich hin?

Ich wurde 1966 geboren und innerhalb meines Lebens steht die Welt Kopf. Das ist eigentlich völlig irre. Verrückt, dass ich noch normal bin.

Sehr interessantes Feature über Albert Einsteins und Mileva Marićs Liebes- Ehe und Trennungsgeschichte. Faszinierend mit interessanten Einblicken. Dringend und immer wieder wichtig: Die Geschichte und Seite der Frauen erzählen. Hinter Formeln, Werken, Ideen steht ein Leben, stehen Beziehungen, materielle Grundlagen.

Markus Pfeifer bringt auf dem Punkt, mit welchen Gedanken ich über einem Stimmzettel in der Wahlurne stehe und mich am Kopf kratze.

Als wir in Marseille waren, fragte meine Tochter, warum man heute nicht mehr so schön baut und mein Traum ist es, in einer solchen (natürlich ausgebauten) Wohnung in einer solchen Stadt zu wohnen. Ich will so einen Balkon mit Brüstung und dahinter Altbau mit hohen Wänden, aber natürlich fließend Wasser. Ein Architekt aus Hamburg und über Bauen in Hamburg. Kosten und keine Interesse war meine Antwort. Natürlich spielt Geld eine Rolle, aber nicht so viel, wie ich dachte. Hoffnungsvoll, dass es prinzipiell geht.

Armins Bild fand ich mal wieder toll.

Die ausführliche Rhodos-Reise-Beschreibung fand ich super.

Sehr interessante Nachbetrachtungen über das Schreiben bei Dirk.

Über die Vorhersagbarkeit in der Musik nachgedacht. Ja, bei der Wahrnehmung und dem Genuss von Musik spielen Vorhersage, Erwartung und Überrschung eine Rolle. In Ornette Colemans Musik kann man sich eben nicht so reinfallen lassen wie in Smells Like Teen Sprit. Clubmusik macht sich Wissen und Erfahrung genau so zu eigen wie Pop-Produktion. I should be so lucky und Insomnia haben mehr gemeinsam als man denkt. Nicht der Geschmack lehrt das Ding, was es ist, der Geschmack lehrt einen nur etwas über sich selbst.

Womit ich bei Jan’s Plattensammlung wäre. Schöne Idee. Ich überlege, die Idee, meine Platten zu posten, zu übernehmen. CD’s habe ich ja auch noch. Ich müsste völlig zufällig vorgehen, kein Ranking, keine übergestülpte Bedeutung. Ich habe keinen Stil, ich höre in der Summe kakofonisch.

Das Stück von John Hopkins und Coldplay anhören.

In einem Rabbit Hole über Fantastische Literatur gelandet und schnell wieder rausgekrochen.

Persönliches:

Ja, und bei aller Beschäftigung mit anderen Ideen, Gedanken und Menschen, auch im Alltag und unter Freunden, muss ich mich manchmal fragen, um wen es eigentlich geht und wo ich bleibe, denn diese Woche hatte ich das Gefühl, zu ersaufen und bloß ein Röllchen zu spielen. Klar, das sind wichtige Rollen und Funktionen für andere, aber ich finde da keine Erfüllung darin. Ich habe keine Lust ständig Verständnis für andere aufzubringen und zu vermitteln. Ich muss mich um meine popeligen, eigenen Bedürfnisse kümmern. Einmal Fußreflexzonenmassage.

Vor dreißig Jahren wäre ich tanzen gegangen. Freitagabend, wie sich das gehört. Stattdessen habe ich mir Depeche Modes Devotional-Tour-Film angesehen und angehört und mit Gitarre, Bass und Looper versucht, manches nachzuspielen. Das war lustig und macht Lust auf mehr. Vielleicht probiere ich das mal mit unserem Schlagzeuger.

Ich brauche dringend mehr gesunden Egoismus jetzt und die nächsten Tage. Who is the main character?

Und damit bin ich auch bei dem Thema KI. KI zu nutzen war vielleicht manchmal viel weniger in meinem Interesse und eher der Abgleich mit anderen. Rechtschreibung, Grammatik, Inhalt gegenchecken nur noch in wirklich wichtigen Passagen. Mein Interesse, die KI hinzuzuziehen, ist rapide gefallen. Fehler und Ungereimtheiten stören mich nicht mehr. Vielleicht sind sie durch KI gerade attraktiver geworden.

Es wird für mich immer klarer, was ich denke und meine, wenn ich „menschlich“ sage. Ich fasse es nur ab und zu mal Worte. Körper, Charakter, Beziehungen, Begegnung, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Resonanz, Gefühle erkennen, Interesse, das sind Schlagwörter mit Gewicht und mir fehlt die Muße, das in klare und verständliche Worte zu fassen. Außerden ließt sich das hinterher komisch, so als wären manche Menschen und manche wären keine Menschen, weil man denkt: Öh, das habe ich gerade so gar nicht. Man müsste das in eine verständliche Form bringen, in der sich jeder erkennt und man nicht ins Esoterisch-Philosophische abdriftet. Hach, könnte ich darüber doch einen Song schreiben.

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