Wochenrückblick

Tages­no­ti­zen kann ich im All­tag schlecht unter­brin­gen. Wüchen­rück­bli­cke gehen eher.

Die Selbst­ana­ly­se mit­hil­fe von Clau­de ist extrem hilf­reich. Es schließt sich ein Kreis.

Das Dar­da-The­ma lässt mir kei­ne Ruhe, ich erstei­ge­re doch noch Autos zu Lieb­ha­ber­prei­sen und über­le­ge die Anschaf­fung wei­te­rer Bahn­tei­le. Ich fin­de die Autos noch genau so geil wie mit vier­zehn.

Ich lese schlep­pend und häpp­chen­wei­se. So ist’s halt. Ich las­se das gera­de zu, weil es bes­ser für mich ist.

Mitt­woch schwän­ze ich Con­tem­po­ra­ry. Ich habe ein schlech­tes Gewis­sen wegen C. Ich will das gar nicht über­be­wer­ten, aber da sind Men­schen, die ein­an­der brau­chen oder sich über­ein­an­der freu­en. Nur, damit sie sich nicht so allei­ne füh­len oder weil der ande­re einem irgend­wie gut tut. Das darf man nicht unter­schät­zen. Des­we­gen habe ich ja auch ein schlech­tes Gewis­sen, aber mehr noch füh­le ich mich wie­der wie der klei­ne Schü­ler, der was ver­passt und dann in der Klau­sur merkt, dass er hin­ter­her­hinkt. Ich war kein streb­sa­mer Schü­ler, ich war ein ängst­li­cher Schü­ler. Angst kann akti­vie­ren. Angst ist auch nichts ande­res als ein kräf­ti­ger schla­gen­des Herz, dass kann man für sich selbst umin­ter­pre­tie­ren. Das ist ein ziem­lich hemds­ärm­li­cher Umgang mit Gefüh­len, aber für mich ein prak­ti­ka­ble Idee. Ich hät­te sonst vor lau­ert Panik nie­mals ange­fan­gen Tanz­un­ter­richt zu neh­men.

Don­ners­tag und Frei­tag abend Bal­lett, biss­chen sehr anspruchs­voll, aber es tut ein­fach zu gut und mein Kör­per braucht das. Frei­tag viel zu enge und weit aus­ge­schnit­te Klei­dung an. Die Frau­en immer mit die­sem: „Jo, dann siehst du mal, wie es ist und sieht doch gut aus“. Ein Safe-Space auf einem ande­ren Pla­ne­ten. Selbst­bild, Fremd­bild, ästhe­ti­sche Sys­te­me, Welt … mein Gehirn brummt. Ich ver­su­che, nicht in den Spie­gel zu gucken. 

Bezie­hung und Kör­per­tech­nik. Das sind die zwei The­men beim Tan­zen.

War­um Musik uns bewegt – eigent­lich mein The­ma, aber mich inter­es­siert das War­um über­haupt nicht, son­dern dass und wie.

Der Text bestä­tigt, was ich weiß. Er zeigt, war­um mei­ne Kri­tik an rein kogni­ti­ven und theo­re­ti­schen Ansät­zen berech­tigt ist. Das Gehirn macht Vor­her­sa­gen, aber die Erfah­rung der Musik ist das kör­per­li­che Durch­lau­fen von Wel­len, nicht das Ver­ste­hen des Prin­zips. Reso­nanz durch embo­di­ed prac­ti­ce, nicht durch Theo­rie. Das ist mein The­ma. Ich habe ange­fan­gen tan­zen, um das zu erle­ben und mir selbst zu bewei­sen und mich damit vor allei­ni­ger oder zu viel Theo­rie oder Kogni­ti­on zu schüt­zen.

Syn­chro­ni­tät in der Grup­pe erzeugt unwill­kür­li­ches Lächeln und Gän­se­haut, nicht durch Nach­den­ken über Rhyth­mus, son­dern durch gemein­sa­mes Machen. Reso­nanz ent­steht nicht durch Ana­ly­se, son­dern durch syn­chro­nes kör­per­li­ches Han­deln.

Damit zur Musik.

Ich will Wal­king In My Shoes ernst­haft auf­neh­men und arbei­te mich Stück vor Stück in die Musik­auf­nah­me mit Auda­ci­ty unter Linux vor. Geht bes­ser als ich dach­te. Ich bestel­le einen Pick­up für die Uku­le­le und sogar der Ein­bau klappt, aber auch nur, weil mei­ne Hand zum Glück durch das Schal­lo­ch passt.

Ich neh­me also wie­der Musik auf und es macht Rie­sen­spaß. Mal sehen, ob ich eine Auf­nah­me hin­be­kom­me, die ich zufrie­den­stel­lend fin­de. Uku­le­le und Gesang, mir gefällt die Reduk­ti­on.

 

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