1977

Ich habe geprüft (NME – Albums of the year), es gab Jah­re, in denen sehr vie­le bahn­bre­chen­de Alben erschie­nen, Musik, die unser Leben ver­än­der­te, und das hängt nicht mit dem zusam­men, was in unse­rem Leben pas­siert, son­dern ist ein rein musi­ka­li­sches Phä­no­men.

Auf Twit­ter wur­de die­se Lis­te rum­ge­reicht, sie ist bei­na­he selbst­er­klä­rend.

Ich habe mit Freun­den gespro­chen. Ich habe mir die Musik aus den Jah­ren ange­hört, die für mich wich­tig waren. Es gibt ein­fach Jah­re, in denen sehr viel gute, weg­be­rei­ten­de Musik erschien. Musik, die nicht dazu gedacht war, einen Markt oder einen Geschmack zu bedie­nen, Musik, die aus einem ganz per­sön­li­chen Anlie­gen etwas Grö­ße­res mach­te. Musik, die nicht direkt in einen Markt hin­ein arbei­te­te und im Hin­blick auf ein Publi­kum und eine Büh­ne ent­stand (wohn­zim­mer­pro­du­zier­te Musik war eine Son­der­form). Musik, die pas­sier­te, Musik als bahn­bre­chen­des, erschüt­tern­des, kul­tu­rel­les Gesche­hen.

  • David Bowie – Heroes
  • Ian Dury – New Boots And Pan­ties
  • Elvis Cos­tel­lo – My Aim Is True
  • Sex Pis­tols – Never Mind The Bol­locks
  • Tele­vi­si­on – Mar­quee Moon
  • Bob Mar­ley – Exodus
  • The Clash – The Clash
  • Iggy Pop – Lust For Life
  • The Ramo­nes – Lea­ve Home
  • The Strang­lers – Rat­tus Nor­ve­gi­cus
  • The Ramo­nes – Rocket To Rus­sia
  • Dave Edmunds – Get It
  • Cul­tu­re – Two Sevens Clash
  • Bri­an Eno – Befo­re And After Sci­ence
  • The Jam – In The City
  • Ran­dy New­man – Litt­le Cri­mi­nals
  • Tal­king Heads – Tal­king Heads ’77
  • Cheap Trick – In Color
  • Richard Hell – Blank Gene­ra­ti­on
  • Stee­ly Dan – Aja
  • John Mar­tyn – One World
  • Bur­ning Spear – Live
  • The Modern Lovers – Rock N’ Roll With The Modern Lovers
  • Blue Oys­ter Cult – Spec­tres
  • Thin Liz­zy – Bad Repu­ta­ti­on
  • Wire – Pink Flag
  • David Bowie – Low
  • Blon­die – Blon­die
  • Peter Gabri­el – Peter Gabri­el
  • Mud­dy Waters – Hard Again

Um 2010 her­um ent­stan­den wie­der eine Men­ge Bands, die aller­dings bei­na­he voll­stän­dig auf bereits dage­we­se­ne Tra­di­tio­nen auf­bau­ten.

Seit­dem ich wie­der Gitar­re spie­le und wie­der Kon­takt mit mei­ner alten Band habe und wir gemein­sam Musik machen und uns dar­über aus­tau­schen, kom­me ich ja nicht umhin, mich wie­der inten­si­ver mit Musik zu beschäf­ti­gen, die nicht nur Tanz­mu­sik ist.

Ich bin sicher nicht mehr so erleb­nis­fä­hig wie frü­her und wenn dann nur im Zusam­men­hang mit Tan­zen, alles ande­re lässt mich eher kalt.

Aber die alten Alben, Musik vor ca. 1994 packen mich immer noch.

Es hat wohl doch etwas mit dem Alter zu tun.

Einen Grund jedoch ver­mu­te ich als trei­ben­den Fak­tor grund­sätz­lich: Die Ver­füg­bar­keit von Intru­men­ten, Klang­er­zeu­gern und Gerä­ten (E‑Gitarren 1977, Sam­pler, Syn­te­si­zer etc. 1993, Soft­ware und Hard­ware um 2010, noch so ein Peak-Zeit­raum).

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