2026-01-30
Arbeit von zuhause. Mittags koche ich Lachs mit Bohnen und Kartoffeln. Ich habe das Gefühl, ich brauche das. Meine Nahrungsmittelergänzungen nehme ich nicht mehr, weil ich verstanden habe, dass die überflüssig sind und eventuell sogar schädlich. Wenn ich keinen Alkohol trinke, habe ich auch nicht mehr das Gefühl, irgendeinen körperlichen, physiologischen Mangel zu haben. Nicotinamid und Astaxanthin nehme ich weiterhin. Lasst mir den Glauben. Mir geht es körperlich besser denn je.
Meine Familie ist kränklich bis krank. Meine Frau bringt eine XXL-Party-Pizza mit, das wollte sie schon lange mal, weil die im mittags Angebot ist. Mein Essen reicht sowieso nicht ganz für alle. Die Bohnenmenge habe ich überschätzt.
„Wann spielen wir das Lied?“, frage ich die Tochter, sie vertröstet mich auf morgen.
Ich schlafe nach der Arbeit eine Stunde, wache auf und sehe nach, welches Jahrhundert wir haben. Ich koche einen Kaffee, der mich in’s Leben zurückholt, packe meine Sachen und fahre ins Ballett. Der Cocktail aus Ästhetik, Bewegung, Adrenalin, Sympathie und Humor kickt rein. Man geht da hin, um Spaß zu haben, so langsam lerne ich das. Dabei dachte ich immer, das würde mir so leicht fallen, aber Hemmungen standen mir im Weg. Hat ja auch nur zehn Jahre gedauert.
Die Lehrerin macht eine Sammelbestellung für Ballettkleidung. Ich brauche eine Shirt, das es leider nur noch in Grau gibt. Schwarz macht schlanker, denke ich. Je heller und enger Kleidung ist, desto köperbetonter ist sie.
Nach dem Unterricht freue ich mich auf Essen.
Ich lerne Walking in My Shoes, verliebe mich neu in das Stück, kaufe über ebay eine Maxi-CD und sammel auf Tidal sämtliche Remixe und Versionen.
- Grungy Gonads Mix
- Extended 12″ Mix (auch als Extended Twelve Inch Mix gelistet)
- Random Carpet Mix
- Random Carpet Mix Edit
- Anandamidic Mix
- Ambient Whale Mix
- 7″ Mix
- Single Edit
- Album Edit
Bei dem Text habe ich nie vollständig hingehört.
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