Gestern habe ich mich warm angezogen und bin spaziergegangen. Das Wetter war eigentlich gut tagsüber, aber als ich endlich in der Stadt ankam, war es Nachmittag und bedeckter Himmel. Es ist ein schöner Rundgang, den Berg hoch, hinten die Treppen runter, über die alte Brücke in die Altstadt und zurück durch die Stadt.
Ich habe keine warmen, wasserdichten Schuhe, in denen ich gut laufen kann. Ich habe nur warme und wasserdichte oder welche, in denen ich gut laufen kann. Ich hatte die Stulpen unter der Hose an, die mir die Frau gestrickt hat. Wäre ich eine Frau, trüge ich Thermoleggings und Ugg-Boots mit dicken Socken drin, darüber einen dicken Pulli bis über den Hintern, die Ärmel länger als die Arme und vorne drauf einen Acid-Smiley. Aber so trug ich altersgemäße Herrenkleidung, die warm genug war.
Während des Spaziergangs hörte ich mir die beiden Vorträge von Thomas Metzinger an: Die elementaren Bausteine des menschlichen Bewusstseins und Die höheren Ebenen des Bewusstseins. Ich werde mir die bei Gelegenheit noch einmal anhören. Er entwickelt den Bewusstseinsbegriff sehr genau mittels philosophischer Fachbegriffe, was für mich als Laien zwar verständlich ist, aber wenn man mich mündlich prüfen würde, müsste ich erst nochmal alles genau lernen. Er erklärt die wichtigen Sätze noch einmal mit eigenen Worten und gibt sehr gute Beispiele. Ich fand beide Vorträge sehr interessant, erhellend und inspirierend.
Sein erster Vortrag erklärt den Begriff des Bewusstseins, und am Ende hat man wirklich eine brauchbare, konkrete Vorstellung. Im zweiten Vortrag setzt er sich mit der Frage auseinander, ob Maschinen Bewusstsein entwickeln können und appelliert, dass man es aus ethischen Gründen unterlassen sollte, dahingehend zu forschen, denn was würde passieren, wenn solch ein System tatsächlich ein Bewusstsein entwickeln würde?!
Ich werde noch mehr von ihm lesen und anhören.