Rejection

Ich habe mir end­lich Tulat­hi­mut­tes Rejec­tion bestellt und The Femi­nist gele­sen, die ers­te Kurz­ge­schich­te im Buch. Eigent­lich lese ich gera­de ande­re Bücher, aber ich habe von dem Buch letz­tens erst erfah­ren und war zu neu­gie­rig.

Ich wur­de nicht ent­täuscht, die Geschich­te ist gut geschrie­ben. Auf den Punkt und tra­gisch komisch.

Das Grund­pro­blem mit sol­chen gesell­schaft­li­chen The­men (wie z.B. Femi­nis­mus) ist die Dis­kre­panz der schein­ba­ren Ein­deu­tig­keit der Argu­men­te, auf die man sich in Tex­ten und Gesprä­chen einigt, und die Kom­ple­xi­tät der Rea­li­tät. Das sind zwei unter­schied­li­che Din­ge oder Ebe­nen. Das betrifft auch ande­re The­men wie Krieg, Kli­ma, Ver­kehr oder Öko­lo­gie. Jeder ver­folgt per­sön­li­che Inter­es­sen, die er mit ande­ren ver­sucht abzu­glei­chen, und jeder hat einen eige­ne Geschich­te und Posi­ti­on. Mit Argu­men­ten ver­sucht man, sei­ne per­sön­li­chen Inter­es­sen zu ver­tre­ten, zu bewah­ren und mit Hand­lun­gen und Taten durch­zu­set­zen. Auch, wenn man bloß Frie­den und Lie­be will. Abso­lu­te Aus­sa­gen machen kei­nen Sinn mehr. Man muss immer fra­gen: Wann? Wo? Mit wem? Unter wel­chen Umstän­den und Bedin­gun­gen?

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