Eau de Space

Par­fü­meu­re haben für die NASA ein Par­füm ent­wi­ckelt, dass die Astro­nau­ten auf Welt­raum­flü­ge vor­be­rei­ten soll, und zwar auf die Geruchs­mi­schung, die sie in der Welt­raum­kap­sel erwar­tet. Die Idee ist so schlau wie nach­voll­zieh­bar, denn man will ja auf alles vor­be­rei­tet sein.

Das Par­füm ist auch frei erhält­lich, aller­dings ist der Geruch wohl ziem­lich uner­träg­lich. Rein­hard Rem­fort und Nico­las Wöhrl haben es getes­tet und berich­ten hier im Pod­cast dar­über.

Auf Par­fu­mo bekommt das Par­füm die Note 3.1/10, das ist eine noch schlech­te­re Note als für Sécré­ti­ons Magni­fi­ques, das nach Schweiß, Blut und Sper­ma riecht (bzw. rie­chen soll).

Bei­des sind inter­es­san­te Grenz­gän­ger­ex­pe­ri­men­te.

Sécré­ti­ons Magni­fi­ques habe ich an mei­nen Schwes­tern getes­tet, einer­seits ist man extrem abge­sto­ßen, ande­rer­seits will man immer wie­der neu­gie­rig dran rie­chen. Es for­dert und über­for­dert und man kann dar­an beob­ach­ten, wie extre­me Sin­nes­ein­drü­cke neu­gie­rig machen kön­nen.

Eau de Space wird auf Par­fu­mo mit Blut, Eisen, Urin und ver­brann­tem Plas­tik beschrie­ben.

Zusam­men­ge­fasst in Kom­bi­na­ti­on qua­si wie ein ver­gam­mel­tes Medi­zin­glas, in das man vor Jah­ren mal uri­niert hat. Das Glas ist aus leicht ange­brann­ten Plas­tik, und liegt auf feucht-mode­ri­ger Erde.

Kunst­stoff, Kabelum­man­te­lung, syn­the­ti­sche Mate­ria­li­en, bil­ligs­te DVD-Hül­len aus Chi­na, ver­hitz­te Metal­le… Apo­the­ken Che­mie, medi­zi­ni­sche Räu­me, Vlies­ver­band, Torf, fri­scher Klo­stein. Raum­an­zug-Fasern hap­tisch greif­bar.

Es ist bit­ter, ein wenig schnei­dend und etwas ste­chend. Es krib­belt in der Nase, es hat etwas her­aus­for­dern­des und unan­ge­neh­mes. Es über­for­dert. Beglei­tet von dezen­ter Übel­keit und ange­reg­ten Kopf­schmer­zen. All dies nur sehr schwer aus­zu­hal­ten. Mir geht es nach dem Test über­haupt nicht gut. Noch schlim­mer sind ledig­lich die Gerü­che von ver­we­sen­dem Kada­ver, geron­ne­nem Blut, fau­len Zäh­nen und Stress­schweiß, danach kommt die­ser Geruch.

Maus, die in Milch ertrun­ken ist, und da seit ner Woche gam­melt.

Vor 15 Minu­ten hab ich ent­schie­den, den Test­strei­fen im Klo run­ter­zu­spü­len (das habe ich noch nie gemacht), und bevor ich das tat nahm ich noch einen tie­fen Zug. Ich muss­te tat­säch­lich wür­gen, und schon zuvor wur­de mir immer mehr und mehr schlecht von dem Zeug. Tat­säch­lich das Schlimms­te, das ich bis­her gero­chen habe, und ich habe auch Sécré­ti­ons Magni­fi­ques schon aus­gie­big getes­tet.

Alles Kom­men­tar­zi­ta­te.

Jetzt bin ich neu­gie­rig.



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