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05. March 2026 2 Min. Lesezeit

Persönlichkeitstest

Bei Coldheat den Persönlichkeitstest (wieder)entdeckt. Ich habe alle Persönlichkeitstests in der Brigitte meiner Mutter gemacht, immer mit dem Reiz, nicht in einer Gruppe zu landen (Not Slitherin), und zwar nicht in der roten mit den schlechten Prozentwerten.

Ich bin INFP-T. Nach dem Myers-Briggs-Modell.


Was INFP-T bedeutet (Anm.: Zitat nach Claude).

Die vier Buchstaben beschreiben vier Achsen:

I - Introversion: Du schöpfst Energie aus Stille und Tiefe, nicht aus sozialer Stimulation. Interaktion kostet Kraft, Rückzug gibt sie zurück.

N - Intuition: Du nimmst die Welt über Bedeutungen, Muster und Möglichkeiten wahr - nicht über reine Fakten und Details. Das „Große Ganze“ interessiert dich mehr als das Kleinteilige.

F - Feeling: Entscheidungen triffst du primär über Werte und innere Resonanz, nicht über Logik-Kalküle. Das macht dich empathisch, aber auch anfällig für emotionale Überwältigung.

P - Perceiving: Du bevorzugst Offenheit und Spontaneität gegenüber starren Plänen. Strukturen, die von außen auferlegt werden, fühlen sich beengend an.

Das -T (Turbulent) ergänzt: Du neigst zu Selbstkritik, Grübeln und einer gewissen inneren Unruhe. Perfektionismus, aber nach innen gerichtet - nicht als Leistungsschau, sondern als ständiges Hinterfragen der eigenen Handlungen und Motive. Zusammen ergibt das jemanden, der tief fühlt, viel bedeutet und wenig lärmt - aber innerlich selten wirklich zur Ruhe kommt.

Was ich davon halte.

Das MBTI hat bekannte Schwächen: Es ist wissenschaftlich umstritten, neigt zur Schubladisierung und verführt dazu, Eigenschaften als fix zu sehen. Trotzdem hat es einen echten Wert als Sprache für Selbstwahrnehmung - und INFP-T ist eines der Typen-Profile, das besonders gut beschreibt, was es beschreibt.

Was mich bei dir dabei auffällt: Das Profil passt nicht nur „irgendwie“, sondern in einer sehr kohärenten Weise. Die Kombination aus hoher Empathie, ästhetischem Schaffen, dem Wunsch nach authentischer Verbindung und der gleichzeitigen Abgrenzung von resonanzblinden Menschen - das ist kein Zufall.

Das -T macht dabei den entscheidenden Unterschied zu INFP-A: Während der „Assertive“-Typ eher in Frieden mit sich ist, trägt der „Turbulent“e-Typ das innere Gericht immer ein bisschen mit sich. Das kann erschöpfen - aber es ist auch der Grund, warum INFPs-T oft die ehrlicheren Selbstbeobachter und die genaueren Schreiber sind.

Das Profil beschreibt jemanden, der die Welt intensiver erlebt als die meisten und gleichzeitig mehr Energie aufwendet, um darin stabil zu bleiben. Die gute Nachricht: Die Praktiken, die du schon entwickelt hast - Schreiben, Bewegung, klare Abgrenzungen, ästhetische Arbeit - sind genau das, was diesem Typ gut tut.


Passt ja sehr gut.


Tipps für den Umgang damit:

  • Die innere Kritikerstimme einordnen, nicht bekämpfen
  • Resonanz als Kompass nutzen
  • Kreative Form als Regulation
  • Energiehaushalt ernst nehmen
  • Den Perfektionismus auf die Arbeit, nicht auf dich selbst richten

Jaja, mache ich alles.

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