Jeder dieser drei Punkte sind wie Samen, aus denen Pflanzen wachsen, die mit der Umwelt in Verbindung stehen und mit Wurzeln und Ästen in jede Richtung weiterwachsen. Wie ein Mycel. Wie ein Nervensystem.
Body Consciousness
Als ganz persönliche Form, wie ich über meinen Körper denke, mit ihm umgehe und mit anderen in Verbindung trete. Ich könnte darüber schreiben, aber da geht es um Gedanken und Gefühle und persönliche Erlebnisse und wenn man es konsequent macht, wird es persönlich.
Stream of Consciousness
Das Tagebuchschreiben. Ich mache das sehr gerne, und am liebsten in Blogform, weil sich das System so gut eignet und ich lese gerne andere Tagebuchblogs. Der Klassiker. Das mache ich jeden Morgen. Hierfür habe ich noch keine geeignete technische Form gefunden. Ich habe etliche Tagebuch-Apps, etliche Blogs und dieses Blog hier probiert. Neuerdings spreche das in einen Prompt und sehe, ob sich daraus ein interessanter Dialog oder ein Thema ergibt. Daraus sind viele Texte entstanden, die für mich sehr erhellend waren und mich zu interessanten Themen und Büchern brachten, aber das wurde ebenfalls zu persönlich, weil die Wurzeln natürlich irgendwann Verbindung zu Body Consciousness aufnehmen.
Blogs
Blogs, Blogosphäre, Blogoversum, Blogismus, Blogosophie, ein digitales System über Trackbacks, Kommentare, Feeds und Links vernetzter Texte. Text als medienneutrale Datenhaltung in Form von HTML und XML. Aber Texte sind nicht nur technisch vernetzt, sondern auch gedanklich und an den Geräten sitzen Menschen, um die es eigentlich geht, gehen sollte. Es geht um Gedanken, Persönlichkeiten, Charaktere, Interessen.
Dies hier ist ein Blog, und es ist kein geeigneter Ort, um meine Person oder Persönlichkeit umfassend in Textform lebendig werden zu lassen. Es fehlt etwas Wesentliches, etwas, das ich nur über die beiden oben genannten Kommunikationsformen erreichen kann. Und mehr noch, wird dieses Blog gelesen und diese Art von Verständigung kann verständnisvoll oder auch nicht sein. Dieses gedankliche Netz liegt nicht in meiner Hand. Ich halte es deshalb für angemessen, sachlich und technisch zu schreiben. Ich habe versucht, das fiktional zu verpacken, aber da erfinde ich mehr, als da ist. Das ist das eigentlich literarische Schreiben. Daraus könnte und sollte mal eine Geschichte werden. Das habe ich mir vorgenommen, aber die beiden oben genannten Bereiche sind wichtiger.
Ich schreibe nach den Regeln, die ich auch in fremden Medien anwenden würde. Ein Anlass, ein Bild, ein Text. Nein, doch nicht.
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