Sie zog sich einen weißen Hoodie über, rief "Back with another one of those block rockin' beats" (daran hatte sie stundenlang geübt, bis sie den Zungenbrecher fehlerfrei aussprechen konnte) und hängte "I got the poison, I got the remedy, I got the pulsating rhythmical remedy" an. Mit diesem Drumloop im Ohr verließ sie das Loft, stieg die metallenen Treppen hinunter, öffnete das große, schwere Stahltor, zog es hinter sich zu und ging die leere, staubige Straße entlang, die im frühen Sommerlicht glänzte.
Die Straße führte auf eine breite, wenig befahrene Straße. An der Ecke öffnete sie die Tür zu einem Café mit Glasfront. Nur ein paar vereinzelte Menschen, die in Bildschirmen oder Gesprächen vertieft waren, saßen an Tischen. Schüler, Sudenten und Geschäftsleute, nahm sie an.
Die Figur hinter der Theke drehte sich um und strahlte sie an. Wenn man überhaupt von einem Strahlen in dem Gesicht reden konnte. Die Augen saßen in Wangenhöhe, auf der Stirn befanden sich Kiemen für Atmung und Luftfilterung und der Mund schien permanent zahnlos zu lächeln.
"Ceci!" rief das Wesen erfreut.
"Ponk!" rief Cecil ebenso laut zurück.
So begrüßten sie sich jeden Morgen, als seien sie überrascht einander zu sehen.
"Croissant und einen Espresso?", fragte Ponk.
"Croissant und einen Espresso", antwortete sie, "und einen von den Cookies". Sie zeigte mit dem Finger auf die großen, runden Schokokekse in der Vitrine.
"So früh auf? Hast du einen Auftrag oder irgend etwas anderes vor?"
"Ich wollte rüber zum Meer und ein bisschen schwimmen."
Ponks Kiemen öffneten und schlossen sich. "Gute Idee, aber ein bisschen kalt, oder?"
Sie grinste und zuckte mit den Schultern.
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