Nach Daisy Jones & The Six haben wir uns ein Konzert und ein paar Live-Auftritte von Fleetwood Mac ansehen. Ich habe mir zusätzlich noch die Doku von Arte angesehen.
Das war sehr interessant und aufschlussreich. Was ich früher als „Hinter den Kulissen“ wahrnahm, sehe ich aus der Perspektive anders herum: Welche Musik, welche Texte und welche Lebenswege sind entstanden.
Das ist eine diametrale Sichtweise zu früher, daran erkenne ich mein Ältergewordensein. Ich sehe die Entwicklungen andersrum, nicht „Was ist ein Zeichen wofür“ sondern “ Wie hat man entwickelt“. Welchen Prozess, welche Entscheidungen , welche Motive.
Oberflächlich betrachtet hat sich eine Blues-Band zu einer Popgruppe entwickelt und hinter der Bühne, „privat“, wie man sagt, gab es Liebe , Sex und Drogen. Aber genau das Private, das Menschliche, das Persönliche ist der Ursprung, der Kern und die Ursache. Und auf der Ebene fühlen wir mit. Alles andere ist nur das Medium, der ästhetische Träger. „Nur“ ist gut, das ist bei Fleetwood Mac eben verdammt viel und dafür sind sie in der Hall of Fame gelandet.
Und wen man dabei nicht vergessen darf, ist die 2022 verstorbene Christine McVie, die sehr viel musikalisch beigetragen hat.