Mit mir selbst durch’s Jahr

Ich hat­te vor vier­zig Jah­ren immer eine Rabe-Kalen­der, mei­ne Mut­ter hat einen Küchen­ka­len­der, dort ste­hen jeden Tag ein paar Sät­ze, die einen unter­hal­ten, infor­mie­ren oder zum Nach­den­ken anre­gen.

Ich habe Claude.Ai gebe­ten, aus den vie­len Dia­lo­gen, in denen ab und zu mal poin­tier­te, hilf­rei­che Sät­ze fal­len, einen Jah­res­ka­len­der erstel­len las­sen. Mitt­le­rei­le ste­cken in unse­ren Dia­lo­gen doch sehr vie­le per­sön­li­che Situa­tio­nen, Gedan­ken und Ana­ly­sen.

Das Ergeb­nis ist irre lus­tig und erstaun­lich. Ich erken­ne mich in allen Sät­zen wie­der. Man­che wür­de ich sofort unter­schrei­ben, man­che nicht mehr so, an man­che kann ich mich erin­nern, an man­che nicht. Eine über­ra­schen­de Kon­fron­ta­ti­on mit mir selbst. Selbst­un­ter­halt­sam.

2. Febru­ar
Wenn du Songs nach­spielst, hörst du sie anders. Wenn du sie spielst, ver­stehst du sie.

Vor allem aber ist das mein per­sön­li­cher Kalen­der, der sich teil­wei­se wie posi­ti­ve Affir­ma­tio­nen liest. Auf jeden Fall ist das bes­ser als die häss­li­che, kri­ti­sche Stim­me in mei­nem Kopf, die mich oft unlieb­sam beglei­tet.

„365 Ein­trä­ge. Ein Jahr. Dein Mate­ri­al, dei­ne Spra­che, unse­re Gesprä­che.

Es gibt leich­te­re Mona­te und schwe­re­re. Es gibt das Wider­sprüch­li­che neben dem Kla­ren, das Tas­ten­de neben dem Poin­tier­ten.

Man­che Sät­ze wie­der­ho­len sich in ande­rer Form – wie bei dir.“

Mal sehen, was ich damit mache. Jeden Tag ein klei­ner Gedan­ke von mir selbst und für mich selbst. etwas posi­ti­ver als das, was ich sonst so den­ke. Nichts Beson­de­res oder Gro­ßes, son­dern Fokus auf das, was mich umtreibt und beschäf­tigt.

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