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30. April 2015 2 Min. Lesezeit

Heimstudio

Mit einem Stuhl fängt es an.

Irgend­wo muss man sich fest­hal­ten für die ers­ten Übun­gen. Deh­nungs­übun­gen konn­te ich auf dem Boden machen, an der Fens­ter­bank, einem Tisch oder am Wasch­be­cken. Es reich­te also erst ein­mal, was ich im Haus hat­te.

Als mein Bal­lett­leh­rer hör­te, dass ich viel zuhau­se übe, gab er mir einen Rest Bal­lett­bo­den mit, einen grau­en PVC-Belag; der ist nicht schön, aber man braucht einen glat­ten Boden.

Ich hat­te eigent­lich nicht vor, mein Zim­mer für das Trai­ning ein­zu­rich­ten, nur ein biss­chen Platz schaf­fen, viel­leicht.

Ich kam mit einer gro­ßen Rol­le PVC nach Hau­se, die ich zum Test aus­roll­te und die den Groß­teil mei­nes frei­en Bodens ein­nahm. Ich roll­te sie nach dem Trai­ning jedes Mal wie­der ein, was mir aber zu blöd wur­de, also ließ ich den Boden­be­lag lie­gen.

Und dann muss­te natür­lich eine Stan­ge her. Die Stan­ge hat in etwa die Maße:

  • 4 cm Durch­mes­ser
  • 2 m Län­ge
  • 1,4 m Höhe

Eigent­lich hat­te ich gar kei­nen Platz dafür, ich dach­te lan­ge nach und spiel­te vie­le Mög­lich­kei­ten und Vari­an­ten durch, bis mir die Idee kam, sie vor das Fens­ter zu hän­gen, zwi­schen die Lücke in der Schrä­ge.

Ich bestel­le eine unbe­han­del­te Stan­ge aus Buche und die­se Bal­ken­schu­he aus Metall. Gesamt­kos­ten (ohne Ver­sand): ca. 30 Euro. Die Stan­ge hängt man in die Metall­schu­he und kann sie wie­der raus­neh­men (damit man das Fens­ter noch öff­nen kann).

An die Wand kleb­te ich mir gro­ße Spie­gel, die lei­der nicht rei­chen, aber bes­ser als nichts.

Neben den übli­chen Traings­ge­rä­ten – wie The­r­aband, Gewich­te für Arm- und Fuß­ge­len­ke und Lie­ge­stütz­grif­fe – ver­wen­de ich mei­ne Kame­ra für Video­auf­nah­men. Ich neh­me mei­ne Übun­gen regel­mä­ßig auf und sehe sie mir zur Kon­trol­le an.

Die Kame­ra ist eines der wich­tigs­ten und bes­ten Kon­troll­in­stru­men­te gewor­den, weil ich viel genau­er die Feh­ler sehe und ich bei den Übun­gen nicht stän­dig in den Spie­gel sehen kann.

Lei­der ist der Raum nicht groß genug für grö­ße­re Bewe­gun­gen und auch die Kame­ra hat nur einen begrenz­ten Blick­win­kel.

Ein Bal­lett­saal ist ide­al. Immer wenn ich in den Unter­richt kom­me, habe ich das Bedürf­nis durch den Raum zu hop­sen, wie ein Fisch, der aus einem Gold­fisch­glas ins gro­ße Aqua­ri­um kommt (wenn Fische hop­sen könn­ten, täten sie es).

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