Ben schreibt über unser Erzählen.
Ich habe auch den Eindruck, dass viele Menschen schreiben und Spiele, Rollenspiele, aber auch fiktive Welten, die man kollaborativ erlebt, einem genug Futter und Material geben, um sich frei und ungezwungen darin zu bewegen.
2024 hatte ich mir bereits vorgenommen, damit anzufagen. Und gesehen, dass man es auch allein spielen kann (für Multiplayer fehlt mir die Zeit).
Bereits nach den ersten Sätzen war mir klar, dass ich Wissen brauche. Das Regelwerk lieferte mir zu wenig.
Da mir diese karge, öde, rauhe, kampflastige Welt zu trist war, habe ich erstmal Material und Ideen gesucht, wie ich das sinnvoll mit echtem Leben füllen kann. Die Leute sind ja nicht den ganzen Tag als metzelnde Orks durch die Gegend gelaufen, sondern mussten auf’s Klo, hatten Hunger, wurden krank, haben sauber gemacht und haben geliebt. Ich wollte keine Pulp- oder Comic-Welt.
Meine Figur entwickelt sich, mit jedem Satz. Sie muss sich erst einmal selbst kennenlernen, und ihre Welt. Die kenne ich nämlich selbst noch nicht so genau, aber immer ein bisschen besser.
Als Erzählung taugt das noch nicht. Dafür gibt es zu viele Ungereimtheiten. Stellen, mit denen ich nicht zufrieden bin. Das wäre eine Herausforderung. Das zur Erzählung umzuschreiben.