Männliches Leistungsdenken
Ich finde den Begriff „Gender-Pay-Gap“ unscharf. Der Gap wird größer, je mehr es um Macht, Erfolg, Leistung und Geld geht. Egal, ob Mann oder Gender, es ist die Kombination, die es ausmacht. Die Summe ist mehr als seine Teile. Das Prinzip geht völlig verloren, wenn man allzu analytisch seziert und nur noch Einzelmerkmale betrachtet. Es geht um ein „männliches Leistungsdenken“, damit verbunden der Erfolg und Verdienst. Das kann man weniger akademisch und deutsch formulieren, klingt dann nicht mehr so nach internationaler Wissenschaft, aber ist verständlich und nicht weniger wahr.
Die Kombi macht’s. Mann alleine ist keine ausreichende Kategorie außer beim Waschmaschine anliefern oder bei der Fortpflanzung.
Als Kulturmensch bin ich in einer Gruppe von Menschen, die sich äußerlich gegen dieses Leistungsdenken stellt, das aber seine eigenen Dynamiken und Regeln entwirft, um sich über andere zu stellen, hervorzuheben und hervorzutun.
Mal davon abgesehen, dass der Unterschied noch ganz andere Ursachen hat, aber „Some women receive less money from their employer even if their job, educational path and employment history are similar to those of their male colleagues“, destatis.de. Das, da bin ich sicher, geschieht mit voller Absicht in manchen Schichten und Unternehmen.
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