A Chorus Line

Ich habe die Ver­fil­mung des Broad­way-Musi­cals A cho­rus line jetzt zum ers­ten Mal gese­hen. Ich ken­ne auch das Musi­cal nicht. Es ist das am längs­ten gelau­fe­ne Musi­cal am Broad­way.

Ver­filmt wur­de es von Richard Atten­bo­rough, der auch in Juras­sic Park mit­ge­spielt hat. Micha­el Dou­glas spielt die männ­li­che Haupt­rol­le, Nico­le Fos­se, die Toch­ter von Bob Fos­se, hat eine Rol­le in den Film. Bob Fos­se ist für den Broad­way, was Balan­chi­ne für das Bal­lett war.

Von den Tanz-Fil­men oder Musi­cals, die in New York spie­len, ken­ne ich bis­her nur

  • West Side Sto­ry
  • All that Jazz
  • Fame
  • Satur­day Night Fever
  • und jetzt A cho­rus line

Auch bei bei A cho­rus line war ich über­rascht, wie gut der Film ist, obwohl er nicht so gut wie das Musi­cal sein soll. Das Mosa­ik aus indi­vi­du­el­len Geschich­ten und Schick­sa­len, das unro­man­ti­sche, rea­li­täts­be­wuss­te Agie­ren derer, die einem Traum fol­gen, steht in einem star­ken Kon­trast zu dem, wie Geschich­ten heu­te erzählt wer­den. Es gibt die Nei­gung zur Über­dra­ma­ti­sie­rung und auf der ande­ren Sei­te Bana­li­sie­rung, rea­le Ver­hält­nis­se wer­den mit doku­men­ta­ri­schem Authen­ti­zi­täts­an­spruch gezeigt, das ist gut für die Glaub­wür­dig­keit, aber geht oft auf Kos­ten der Geschich­te. Rea­le Ver­hält­nis­se und roman­ti­sche, träu­me­ri­sche Vor­stel­lun­gen wer­den sel­ten gut und unter­halt­sam erzählt. Auf­fal­lend ist, dass die Fil­me vor 1990 sehr vie­le Aspek­te gleich­zei­tig unter­brin­gen, wäh­rend heu­ti­ge Fil­me weni­ger zei­gen und dabei noch über­la­den wir­ken.

Ich wer­de mir mal wei­te­re Tanz­fil­me, die in New York spie­len und über Tanz- oder Tanz­kul­tur dort han­deln, anse­hen.

  • Beat Street
  • Wild Style
  • Cen­ter Stage
  • Tick, Tick… Boom!

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