Nutcracker
Live habe ich den Nussknacker noch nie gesehen, nur im Kino, auf Leinwand im Studentencafé, zuhause auf DVD oder auf Youtube. Aber ich sehe mir immer zu Weihnachten mindestens eine Aufführung an. Die NYC Ballet-Version ist schon sehr unterhaltsam.
Die erste Hälfte ist eher für Kinder und bietet den vielen Schülerinnen und Schülern einer Kompanie die Gelegenheit, auf der Bühne zu tanzen. Das hat schon ein großes Fun-Potential. Der Nussknacker ist überhaupt ein Fun-Projekt.
Nichts wünscht sich ein Mädchen mehr als einen kleinen Holzmann geschenkt zu bekommen und im Arm zu halten, hat mal eine Tänzerin sinngemäß irgendwo geschrieben. Das fand ich sehr lustig.
Der Nussknacker ist ein Sammelsurium an Einzelgeschichten und Tänzen und wird nur mühevoll in eine Gesamtgeschichte gepackt. Kinderträume werden zu romantischen Erwachsenenträumen. Aber das ist egal. Man sollte die Einzeltänze, die Kostüme, die Musik und das Bühnenbild genießen.
In der zweiten Hälfte werden die Tänze interessanter und der große Pas de deux und das Solo der Sugar Plum Fairy sind schon ziemlich sehenswert.
Alleine für den Pas de deux braucht man wochenlang tägliches Training (im Video unten: sechs Wochen lang eine Stunde pro Tag).
Die Arabian und Chinese Dances haben viele Kompanien inzwischen angepasst. Es sollten keine gelb geschminkten, lustigen (lächerlichen) Chinesen und keine Haremstänze mehr zu sehen sein. Ganz kann man das nicht korrigieren und auf einen zeitgenössischen Standard bringen. Es sind halt keine echten Nationaltänze zu sehen, sondern der für die damalige Zeit typische Blick von außen.
Mit der Nussknacker-Produktion spielen die Kompanien ihr Gesamtergebnis ein (Quelle). Eine Produktion kann eine Komanie 2 Millionen Dollar kosten.
Kommentar schreiben