Mir fehlt neben dem psychologischen Konzept des „inneren Kindes“ das Konzept des „inneren Teenagers“, weil unser Leben lang Nervenzellen Verbindungen suchen, festigen und lösen und unser Leben lang Hormone durch unser Blut fließen.
Wir leben das auch und erkennen das, wir merken es nur nicht. Immer, wenn wir alte Fotos ansehen, die alten Platten auflegen und zum hundertsten Mal unseren Lieblingsfilm ansehen. Nur muss der innere Teenager immer wieder raus und sich mit anderen verbinden, denn das ist das, was einen in der Jugend herausgefordert hat: Die Selbstfindung im Austausch mit anderen.
„Was ihrem Nervensystem guttut, ist ein anderer Mensch. Leider ist er auch das, was ihm am meisten schaden kann.“
Lisa Feldman Barrett, Siebeneinhalb Lektionen über das Gehirn
Verständnis, Austausch, Resonanz … das sind keine Zustände, sondern Handlungen.
Auch die eigene Jugend rekapitulieren und vergolden wir und haben wenig Verständnis für die nachfolgende.
Mein Anliegen: den permanenten Prozess und die Dynamik von Nervenzellen und Hormonen ernst nehmen. Flexibel bleiben und im Austausch mit anderen probieren, ob es ankommt.