Enttäuscht von sich selbst

„Die wie­der­hol­ten Kleinstent­täu­schun­gen lösen all­mäh­lich die hoff­nungs­vol­le Struk­tur unse­res Lebens auf und stür­zen uns in einen Zustand des Dahin­düm­pelns. Ange­sichts der Beharr­lich­keit, mit der die zeit­ge­nös­si­sche Kul­tur auf Ver­ant­wor­tung und die Fähig­keit des Selbst zur Steue­rung und Gestal­tung sei­nes Schick­sals pocht, ist die Ent­täu­schung von ande­ren und von Insti­tu­tio­nen mit einem mäch­ti­gen Gefühl der Ent­täu­schung von sich selbst ver­bun­den, einer noch schlim­me­ren Form von Ent­täu­schung, da sie den Wert und die Inte­gri­tät des Selbst zer­setzt.“

Eva Ill­ouz, Explo­si­ve Moder­ne

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