Return of the King

Letz­te Woche haben wir uns mehr­mals getrof­fen und uns natür­lich viel über Musik unter­hal­ten. Wir haben unse­re sen­si­blen Aver­sio­nen, die wir gar nicht rich­tig erklä­ren kön­nen; ver­sucht haben wir es trotz­dem. Es ist immer etwas Per­sön­li­ches, eine Per­sön­lich­keit, die sich an dem, was sie sieht und hört, abar­bei­tet. Es lässt uns nicht kalt. Wir zucken nicht mit den Schul­tern.

Einig waren wir uns, dass Mez­zo­for­te das kal­te Grau­sen ver­ur­sa­chen. Ich fin­de aller­dings Gar­den Par­ty ganz nett, das habe ich mal lie­ber ver­schwie­gen.

Die­ses asso­zia­ti­ve Wüh­len in sei­nem inners­ten Innern bekommt etwas ziem­lich Arro­gan­tes, weil man per­sön­li­che Gren­zen zieht, und die­se an Per­so­nen und Ästhe­tik fest macht. So geht man mit Men­schen nicht um. Aber musik-kul­tu­rell ist es lei­der oft sehr tref­fend. Aber ich möch­te doch Har­mo­nie und Viel­falt und Tole­ranz. Man ist im Zwie­spalt.

An Mark King, zum Bei­spiel, schie­den sich unse­re Geis­ter.

In den End-70ern, Anfang 80ern gab es anspruchs­vol­le, aber meist eben auch bra­ve Musik. Flei­ßi­ge Instru­men­ta­lis­ten. Lang­wei­li­ge Wohl­stands­mu­sik. Belie­big und gefäl­lig.

Kommt gute Musik nur aus Armut und Ver­zweif­lung? Ich wür­de es eher eine gewis­se Dring­lich­keit nen­nen. Eine Ener­gie, die sich for­men will.

Wir kamen auf Bil­ly Joel zu spre­chen, des­sen neu­en Song wir covern wol­len, was ich zäh­ne­knir­schend hin­nahm.

Was kommt als nächs­tes, sage ich: Ran­dy New­man und Joe Jack­son?

Joe Jack­son, der Name tauch­te plötz­lich in mei­ner Erin­ne­rung auf wie ein Geist. Ich hat­te ihn völ­lig ver­ges­sen und war selbst über sein plötz­li­ches Erschei­nen über­rascht.

Muss ich mal wie­der rein­hö­ren, dach­te ich bei mir.

Und was für eine Offen­ba­rung war das! Joe Jack­son habe ich irgend­wann rauf und run­ter gehört. Ich kann nicht mehr sagen, was für eine Zeit das war, ich ver­bin­de damit nichts, es war eine unkla­re, aber inten­si­ve Erin­ne­rung. Ich moch­te ihn, sehr, jetzt ver­göt­te­re ich ihn.

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