Nur ein kleiner Pas de daaaaaaaargh!
Wir haben immer noch keine festgelegte Choreografie für den Pas de deux, der Lehrer probiert noch mit uns aus. Und die Zeit dafür ist mir immer zu kurz.
Letzten Montag hatten wir die letzte Stunde vor den Ferien, also verabredeten meine Partnerin und ich, dass wir in den Ferien alleine Proben. Sie hat zum Glück Zugang zu einem Studio, in dem wir uns trafen. Ich brachte die Musik mit und nahm ein Stück unserer Probe auf Video auf. Das ist für mich sehr hilfreich, weil ich mich an meinen eigenen Anblick gewöhnen muss und viel besser kontrollieren kann, was ich verbessern muss. Wenn ich etwas gut kann, läuft es gut bei mir, wenn nicht, bekomme ich einen Herzinfarkt und habe Lampenfieber.
Die Aufführung steht jetzt auch offiziell im Spielplan des Stadttheaters und der Vorverkauf der Karten hat begonnen. Jetzt wird es ernst und ich war ziemlich entsetzt, dass die Karten zu ganz normalen Preisen verkauft werden. Nicht, dass ich es niemandem gönnen würde oder nicht angemessen finde, aber das heißt ja, dass die Menschen Geld dafür gezahlt haben, was ich dort auf der Bühne machen werde. Das ist schon was anderes, als wenn einfach bloß Eltern und Freunde der Schülerinnen zum Zusehen kommen.
Und entgegen meiner Hoffnung auf weite Hosen werde ich ein Trikot tragen, das heißt mit Suspensiorium und einer Art Leggings. Also praktisch keine Hosen.
Ich habe nicht wirklich viel zu tun, es ist ein klitzekleiner Walzer über eine Minute, aber trotzdem finde ich es nicht einfach, zudem ist es das Ende der Aufführung, kurz vor dem Finale. Nach dem Pas des deux kommen alle zusammen und es gibt noch eine Art Schlussrunde, das mildert es etwas ab.
Meine Rolle in dem Stück ist etwas seltsam. Die Frauen meiner Gruppe tanzen zu einem Walzer, plötzlich komme ich von links reingeschneit, fordere eine der Tänzerinnen zum Tanz auf, die umgehend meine Hand ergreift, tanze mit ihr und verschwinde mit ihr rechts raus.