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30. October 2015 1 Min. Lesezeit

Ballett und das Alter

Gestern Abend nach dem Training habe ich in den Stream des Australian Ballet reingesehen. Es gibt wenig, das mich so sehr motiviert. Wenn ich die Trainer sehe, die älter sind als ich, sehe ich meinen Stand mit ganz anderen Augen. Stephen Heathcote ist zwei Jahre älter als ich. Zwar war er Profitänzer und ich nicht, aber selbst wenn ich nur einen Mikro-Bruchteil seines Könnens jetzt erreiche, bin ich schon zufrieden.

Ich bin überzeugt, dass das Alter für Ballett unerheblich ist und eine ausreichende Kraft und Flexibilität erreicht werden kann, um zumindest die Grundlagen zu lernen. Es gibt gewisse, kleine Grenzen, die aber unerheblich sind (Beine nur auf 90°). Jedenfalls ist da Luft nach oben, reichlich. Jedes Mal, wenn ich mich selbst in meinen Aufnahmen sehe, denke ich: Oha, doch so schlecht, aber ordentlich Potential.

Es ist als würde ich versuchen, in einem fahrenden Zug bei 200 kmh nach vorne zu laufen, abspringen ist nicht mehr und stehenbleiben auch nicht, denn sonst bewegt sich zwar die Umgebung, aber man selbst bewegt sich kein Stück.

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