Mit Fotografien am Bildschirm habe ich Probleme. Ich habe deshalb Probleme, weil sie am Bildschirm leicht besser aussehen und ein guter Print oder eine gute Vergrößerung schwer herzustellen ist. Das Bild auf Material – PE oder Papier – bedeutet mir viel; viel mehr als am Bildschirm, denn wenn es gut gemacht ist, springt es einem direkt durch den Augapfel ins Gehirn. Diese Wirkung, die dem Vorgang des Riechens ähnlich ist – unmittelbar und mit vielen Assoziationen der Sinne verknüpft, habe ich am Bildschirm nicht. Dort fehlt mir der Effekt. In Ausstellungen hatte ich bei manchen Bildern den Eindruck, die Wirklichkeit zu fühlen. Letzten Sonntag war ich in Mannheim in der Ausstellung _Die Geburtsstunde der Fotografie_. Dort hing ein altes Farbfoto (das einzige) einer Straßenszene in London – ich konnte die Geräusche der Straße hören. Das andere Problem mit Fotos am Bildschirm und im Netz ist die Organisation und die Darstellung der Präsentation. Flickr ist mir da immer noch am liebsten. Jetzt habe ich etwas Neues gefunden: [picturelife.com](https://picturelife.com). Es besteht aus Apps, Software für den Desktop, einer Bildverwaltung für den Browser und einer Website. Das ist alles nicht neu, aber sie haben aus allem das Beste gewählt. Ich habe das mit einer handvoll Bilder getestet und ich finde es auf den ersten Blick ziemlich gut. Die Software für den Desktop synchronisiert automatisch das gewählte Verzeichnis, die Bildverwaltung ist einfach und die Website schlicht und beinahe schön. Gut sieht es aus, wenn man viele Fotos und Alben hat. Hier ist die Website mit den Bildern des Co-Founders: [https://picturelife.com/innonate](https://picturelife.com/innonate). Vor allem hat man einfach Kontrolle darüber, welche Fotos sichtbar sind. Man kann sie auch mit bestimmten Personen teilen, das habe ich aber noch nicht getestet. Ich finde es sehr nett, für Bilder am Bildschirm. An Fotos auf Papier arbeite ich gerade.
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