Ihr seid jetzt Freunde

Face­book teilt mir mit, dass x und y jetzt Freun­de sind. Ich neh­me an, sie waren es schon vor­her. Oder ist es wie bei einer Hei­rat, in der heißt: Ihr seid jetzt Mann und Frau? Wenn Face­book die­sel­be Bedeu­tung für Freund­schaft bekommt, wie Hei­rat für Part­ner­schaft, dann ist ihnen Gro­ßes gelun­gen und für mich Zeit wie­der die­se Art von Freund­schaft zu been­den. Ges­tern war ich bei mei­nen Stu­den­ten, zwei Rech­ner der Biblio­thek waren an, auf bei­den Face­book geöff­net. „Alle sind nur noch bei Face­book“, sage ich, wor­auf­hin ein Stu­dent erwi­dert: „Ist das schlimm?“ Es ist nicht schlimm, sage ich, dass ihr bei Face­book seid, schlimm ist, dass es alter­na­tiv­los wird. Dar­auf­hin habe ich ihnen joindiaspora.com gezeigt. Das sehe ja genau so aus. Ja, sage ich, aber es ist dezen­tral und die Daten wer­den nicht für ande­res benutzt, lei­der ist da kaum jemand. Man wird dort nie­mals die Art Bezie­hun­gen errei­chen, wie es Face­book gelun­gen ist, auch wenn die Funk­tio­nen die glei­chen sind. Wahn­sinn.

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