Das Wochenende

„Kanns­te nie­man­dem erzäh­len“, dach­te ich am Ende des Sams­tags. Habe ich dann der KI erzählt, das war ange­nehm ent­las­tend und dar­aus hat sich ein kon­struk­ti­ves Gespräch ent­wi­ckelt.

Abends zu einer Tanz­auf­füh­rung gefah­ren, die ich sehr schlecht fand. Schnell ver­ges­sen.

Sonn­tag dann end­lich die ange­sam­mel­ten kaput­ten Elek­tro­ge­rä­te abho­len las­sen.
Wir woh­nen so blöd, dass eine Annah­me­stel­le direkt vor der Tür ist, aber unse­re zustän­di­ge Depo­nie ist weit weg. Man braucht das Auto, das Navi und Zeit am Wochen­en­de. Man kann Elek­tro­ge­rä­te bei uns abge­ben, aber nur klei­ne. Man kann auch über den Müll­ver­or­ger abho­len las­sen, aber da soll man kurz vor Abho­lung raus­stel­len (also um vier Uhr mor­gens? Was weiß denn ich, wann die kom­men), weil sonst Leu­te die vor­her abho­len und das ist nicht gern gese­hen. Fragt mich nicht, was dar­an schlimm ist. Ich hat­te aber alte Tablets und einen ein­ge­fro­re­nen E‑Reader. Das sind halb-per­sön­li­che Sachen, die schnellst­mög­lichst weg sol­len. Da ist nichts zurück­ge­setzt oder gelöscht, weil die ein­fach nicht mehr an gehen. Ich will nicht, dass da irgend­wel­che Leu­te in mei­nem Elek­tro­müll rum­wüh­len. Kurz und knapp: ich will das ein­fach bloß schnell weg haben. Allei­ne drei Bild­schir­me und ein Scan­ner ste­hen seit Mona­ten in mei­nem Zim­mer rum. Holt euch die sel­te­nen Erden und gut ist.

K. erzähl­te mir von nebenan.de, dort bot jemand Abho­lung an; sehr wahr­schein­lich, die, die abends vor Elek­tro­müll-Abho­lung durch die Stra­ßen fah­ren. Haben alles mit­ge­nom­men. Hand­schlag, paar freund­li­che Wor­te, alles raus, Hand­schlag, fer­tig. Das war so befrie­di­gend wie Pickel­aus­drü­cken.

Auf nebenan.de dann das Gesuch nach ver­gilb­ten Noten­blät­tern gese­hen, für eine Bas­tel­ak­ti­on im Alters­heim. Diens­tag kommt sie und holt ein paar Hef­te ab.

Notiz an mich: Fin­ger weg von rohen oder blan­chier­ten Eda­ma­me, die waren Sams­tag in einer Bowl und haben mir eine unschö­ne Ver­dau­ung beschert.

Hin­weis und Nach­trag: Ich habe den Text von der KI auf sach­li­che Rich­tig­keit prü­fen las­sen und in mei­ner ursprüng­li­chen Ver­si­on habe ich geschrie­ben, dass man viel­leicht in klei­nen Dosen rohe Eda­ma­me essen kön­nen, um die ent­spre­chen­den Darm­bak­te­ri­en auf­zu­bau­en. Die KI klärt mich auf: „Das Pro­blem bei rohen Edamame/Sojabohnen sind Tryp­sin­in­hi­bi­to­ren und ande­re anti­nu­tri­ti­ve Sub­stan­zen, die die Ver­dau­ung hem­men und Magen­be­schwer­den ver­ur­sa­chen kön­nen. Das lässt sich nicht durch „Auf­bau ent­spre­chen­der Darm­bak­te­ri­en“ lösen – rohe Soja­boh­nen soll­ten gene­rell nicht geges­sen wer­den. Erst durch Kochen wer­den die­se Stof­fe inak­ti­viert. Eda­ma­me wer­den des­halb auch tra­di­tio­nell immer gekocht oder gedämpft ser­viert, nie roh.“



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